TV-Tipp: Universum zwischen Donau & Puszta

Heute Abend im ORF: Filmemacher Zoltán Török zeigt sein Heimatland Ungarn von seiner schönsten Seite. Die eindruckvollsten Bilder.

Ein Naturfilm über Ungarn (20.15 Uhr, ORF 2): Filmemacher Zoltán Török wirft einen liebevollen Blick auf sein Heimatland.

Die schönsten Bilder zum Durchklicken ... Er zeigt, dass zwischen Donau und Puszta auch die Wildnis noch ihren Platz hat. Wenn große Regenfälle die Puszta überschwemmen, wird sie zum Paradies für Wildgänse und Kraniche. In den Auwäldern stellen Fischer ihre Reusen auf und hoffen auf einen reichen Fang. Regelmäßig kontollieren sie ihre Netze auf Welse, Karpfen, Brachsen und Hechte. Drei Monate werden die Küken des Seeadlers im Horst versorgt, bevor sie flügge sind und selbst auf die Jagd gehen. Auch Fischotter fühlen sich hier wohl. Die Gewässer bieten so viel Nahrung und Schutz, dass in Ungarn über 10.000 Fischotter leben. Bunt schillernde Libellen fühlen sich in den Überschwemmungsgebieten von Donau und Theiß wohl. Eine Landschaft wie im Bilderbuch. Im Frühjahr überschwemmt das Schmelzwasser aus den Bergen die sonst trockene Puszta. Rothirsche haben sich hervorragend an die Bedingungen in überschwemmten Gebieten angepasst. Im Sommer finden sie im Wasser Zuflucht vor lästigen Insekten und im Frühjahr frisches Grün. Wenn im Sommer das Wasser in den Auwäldern knapp wird, schlägt die Stunde des Schwarzstorchs. Aus den geschrumpften Tümpeln braucht er sich die Fische nur noch heraus zu picken. Für wenige Stunden im Jahr schlüpfen die filigranen Insekten und tanzen elfengleich im Sonnenlicht. Wenn die Wasserflächen zugefroren sind und die Puszta vereist ist, wird die Nahrungssuche für alle Tiere schwierig. Der Seeadler ernährt sich nun hauptsächlich von Tieren, die den harten Winter nicht überlebt haben. Filmemacher Zoltán Török bei der Arbeit
(KURIER / cark) Erstellt am
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