© EPA/DOMENECH CASTELLO

Kultur
04/09/2021

Tune-Yards spielen befreit mit den Widersprüchen ihres Lebens

Merrill Garbus, Gründerin und Frontfrau des Duos Tune-Yards, liefert mit dem neuen Album „sketchy.“ ein Highlight

Als „Auftauen“ bezeichnet Tune-Yards-Sängerin Merrill Garbus das hervorragende neue Album „sketchy.“ Die Feministin und Studentin afrikanischer Rhythmen startete das Projekt 2006 als Solistin, holte 2010 ihren heutigen Mann Nate Brenner, einen Jazz-Bassisten, dazu.

Gemeinsam entwickelten sie ihren von zickigen Beats und Garbus’ wütendem Gesang bestimmten Sound zwischen Elektronik, Hip-Hop und Funk. 2018 wurde der düsterer und weniger innovativ. Damals, sagt Garbus, sei sie wie gelähmt gewesen: „Ich habe mich gefragt, ob ich die Kultur der Schwarzen allein dadurch ausnütze, dass ich meinen Mund aufmache.“

Diese Selbstzweifel sind bei „sketchy.“ verflogen. Tune-Yards trauen sich wieder, Tune-Yards zu sein. Und sie haben die wieder wilden und hochkomplexen Rhythmen vorwiegend in Jamsessions entwickelt, verwenden Samples nur mehr als Farbtupfer, wodurch das Album organischer klingt.

In den Texten greift Garbus pointiert und sarkastisch Widersprüche in ihrer Persönlichkeit und ihr Mäandern zwischen Hoffnung und Verzweiflung in Bezug die sozialen und politischen Themen der Zeit auf.

Highlights sind „nowhere, man“ über die von Männern geschrieben Abtreibungsgesetze, „sometime“, das dem Umweltthema gewidmet ist, und das eingängige „hold yourself.“

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