© TzF/Bettina Frenzel

Kritik
03/16/2022

Theater: Bei den Puppen ist nichts so schlimm, wie man glaubt

Das Theater Scala zeigt das Musical „Avenue Q“, eine Art Sesamstraße für Erwachene (Von Susanne Zobl).

Das C-Virus erzwang die Verschiebung der Premiere von „Avenue Q“. Intendant Bruno Max übernahm von Marcus Ganser die Endproben und entführt im Theater Scala bis 1. April mit einem tollen Ensemble in die „Avenue Q“, einer Version der „Sesamstraße“ für Erwachsene.

Man ist wieder dort, wo man schon als Kind gerne gewesen wäre, in der Welt der Krümel-Monster und Wunderwesen. Das Schöne: Sie zeigen, dass nichts so schlimm ist, wie man glaubt.

Das Musical von Jeff Whitty mit den mitreißenden Songs von Robert Lopez und Jeff Marx wird als grandioses Märchen über das wirkliche Leben gezeigt. Nichts wird ausgelassen: Rassismus, Arbeitslosigkeit, leere Bankkonten und die Schwierigkeiten in Beziehungen aller Arten. Der arbeitslose Anglist Princeton sucht nach der Bestimmung in seinem Leben, Kate träumt von einer Schule für kleine Monster, Trekkie kommt mit Internet-Porno zu einem Vermögen.

Ein wirklicher Clou ist der Ex-Basti als Hausmeister. Bettina Soriat gelingt eine famose, sehr liebevolle Parodie auf den ehemaligen Kanzler Kurz.

Das Zusammenspiel von Menschen (Katrin Fuchs als Asiatin Christmas Eve, Marius Lackenbucher als Brian) und Puppen funktioniert glänzend. Nick Harras (Princeton), Julia Werbick (Kate Monster), Paul Graf, Teresa Renner, Larissa Winkel bestechen mit ihrer Kunst, die Stoffwesen lebendig erscheinen zu lassen. Susanne Zobl

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