Kultur
07.03.2013

Ten Years After-Gitarrist Alvin Lee gestorben

Beim Woodstock-Festival wurde Alvin Lee mit "I am Going Home" weltberühmt. Nun starb er unerwartet.

Der britische Blues-Gitarrist Alvin Lee ist tot. Der Frontmann der Band Ten Years After starb nach Angaben seiner Familie am Mittwoch im Alter von 68 Jahren an den Folgen von Komplikationen, die bei einer Routine-Operation aufgetreten waren. Berühmt wurde Lees Auftritt mit Ten Years After beim legendären Woodstock-Festival im Sommer 1969, wo er in dem Song "I'm Going home" mit halsbrecherischen Soli auf seiner Gitarre glänzte.

In seiner 50-jährigen Karriere arbeitete Lee, der einige Zeit lang als schnellster Gitarrist der Welt galt, unter anderem mit George Harrison von den Beatles und Ronnie Wood von den Rolling Stones zusammen. Ten Years After, die mythische Rockband der 1960er und 1970er Jahre, war in Großbritannien mit ihren Alben acht Mal in den Top 40. Zu den größten Hits gehörten "Hear Me Calling", "I'd Love to Change the World" und "Love like a Man".

"Still on the Road to Freedom"

Zuletzt lebte Lee in Südspanien. Im vergangenen Jahr veröffentlichte er mit "Still on the Road to Freedom" sein letztes Album. Der Titel bezog sich auf sein erstes Solo-Album ohne Ten Years After, "On the Road to Freedom" aus dem Jahr 1973. Dabei assistierten ihm außer Harrison und Wood auch Musiker wie Mick Fleetwood und Steve Winwood. Nachdem die Band Ten Years After auseinanderfliel, spielte Lee in Formationen wie Alvin & Company und später Ten Years Later.

Am 7. April wollte Lee eigentlich zusammen mit einer weiteren Gitarren-Legende, Johnny Winter, ein Konzert in Paris geben. In einer Erklärung zum Tod des in Nottingham geborenen Musikers schrieben seine Frau und seine Töchter auf dessen Website: "Wir haben einen wundervollen und über alles geliebten Vater und Gefährten verloren, die Welt hat einen wirklich großen und begnadeten Musiker verloren."