Sting ist 60: Der Polizist kommt in die Jahre

16 Grammys hat Sting, der solo aber auch mit der Band "The Police" für Welthits verantwortlich ist. Am 2. Oktober feiert er seinen 60er.

Sting ist Musiker, Schauspieler, ein bisschen auch soziales Gewissen. Sting ist 16-facher Grammy-Gewinner, Mitglied der "Rock & Roll Hall Of Fame" und der "Songwriters Hall Of Fame" und war 2000 für den besten Originalsong Oscar-nominiert. Mit geschätzten 180 Millionen Pfund (207 Mio. Euro) Privatvermögen zählt er zu den zehn reichsten, britischen Musikern. Am 2. Oktober wird das Multitalent 60 und ist aktiv wie eh und je.

Stings Karriere zum Durchklicken ... Der britische Musiker Sting sieht seinem 60. Geburtstag am Sonntag ganz gelassen entgegen. "Ich hatte den meisten Spaß im vergangenen Jahrzehnt, zwischen 50 und 60", sagte er im Interview mit der Zeitung USA Today. "Und ich glaube, dass das nächste sogar noch besser wird. Warum denn nicht?" Geboren wurde Sting als Gordon Matthew Sumner am 2. Oktober 1951 im englischen Newcastle upon Tyne als Sohn einer Friseurin und eines Milchmanns. Als Englisch- und Musiklehrer machte er erste musikalische Gehversuche in örtlichen Jazzbands, ... ... bis er 1977 mit Andy Summers und Stewart Copeland "The Police" gründete. In den folgenden sechs Jahren, die fünf Studioalben hervorbrachten, galt das New Wave-Trio als einer der weltweit heißesten Acts. Im Streit verließ Sting die Formation 1983, offiziell aufgelöst hat sie sich bis heute nicht. Zeitgleich mit seinem ersten Solo-Album "The Dream Of The Blue Turtles" lieferte er 1985 mit "I Want My MTV" das eingängige Vokal-Intro zum Dire Straits-Hit "Money For Nothing". Bis 2003 legte Sting sechs weitere Edelpop-Alben nach, von denen jedes den Platinstatus erklomm. Bei den Live-Tourneen umgab er sich stets mit erstklassigen Musikern wie Branford Marsalis, Omar Hakim, Benny Kirkland, Manu Katche, Vinnie Colaiuta, Chris Botti und seiner konzertanten rechten Hand, Gitarrist Dominic Miller. Und seine Konzertreisen wurden immer ausgiebiger: So trat er mit seiner "Brand New Day"-Tour in von 1999 bis 2001 rund 300 Mal weltweit auf. 2006 verließ Sting den Mainstream und widmete sich dem englischen Lautenmusiker John Dowland, vor zwei Jahren reduzierte er sich ... ... auf winterlich-weihnachtliche Volksweisen und in seinem bisher letzten Projekt kleidete er sein Solowerk in symphonisches Gewand und konzertierte mit Riesenorchester allerorts. Und dass er gern unterwegs ist, wie er selber sagt, beweist die Ankündigung, ab Oktober unter dem Titel "Back To Bass" wieder in gewohnter(er) Manier mit Schlagzeuger und Gitarristen live aufzutreten. 2011 feiert der Musiker auch sein 25-jähriges Jubiläum als Solokünstler.  Zu diesem Anlass, der auch mit einer am 27. September erschienenen  CD/DVD-Box gefeiert wurde, zieht der Brite mit einem Best Of-Programm konzertierend durch die Lande, vorerst in den USA und in Kanada.

Der Auftakt zur "Back To Bass"-Tour ist für 21. Oktober in Boston angekündigt, weitere Termine sollen folgen. Seit 1992 ist Sting in zweiter Ehe mit der Filmproduzentin Trudie Styler verheiratet. Von seinen sechs Kindern sind Joe, ... ... der sich heuer in der österreichischen Songcontest-Vorausscheidung mit der Band Klimmstein versuchte, und Eliot Pauline, die als Coco mit "I Blame Coco" Erfolge feiert, auch musikalisch aktiv. 

Bild: Sting mit Frau Trudie und seinem Freund Bono von U2 und dessen Ehefrau bei einer Fashion-Show. Neben Stings sozialem Engagement für Amnesty International, den Regenwald und die Dritte Welt kann sich auch seine Film-Biografie sehen lassen: So wirkte er als Schauspieler in zahlreichen Spielfilmen mit, darunter in "Quadrophenia", "Dune - Der Wüstenplanet" und "Stormy Monday". Der Musiker, der illustre Promis wie Madonna (Bild) zu seinen besten Freuden zählt, hat vor seinen 60er groß zu feiern. Die Einnahmen der Party, die am Samstag in New York stattfand, sollen an die Robin Hood Foundation gehen, die gegen Armut kämpft. Auf der Geburtstagssause sind angeblich neben Sting selbst auch Bruce Springsteen, Billy Joel, Stevie Wonder und Lady Gaga auf der Bühne gestanden.

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(apa / mich) Erstellt am
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