© Steirischer Herbst/Michael Hart

Kultur
12/05/2011

Steirischer Herbst mit erfreulicher Bilanz

Rund 40.000 Besucher zählte das bis Sonntag laufende steirische Kulturfestival in einer vorläufigen Bilanz - mit einer Auslastung von mehr als 90 Prozent.

"Sehr erfreut über die Auslastung" des diesjährigen Kulturfestivals "steirischer herbst" 2011 zeigte sich Intendantin Veronica Kaup-Hasler in einer vorläufigen Bilanz am Freitag in Graz: Man habe über 40.000 Besucher an 23 Festivaltagen bei rund 290 Veranstaltungen mit 140 Projekten gezählt, dabei stünden die letzten beiden Festivaltage noch bevor. Die Auslastung belaufe sich auf 92,88 Prozent, wobei diese bis Sonntag sicher noch gesteigert werden könne. Die endgültigen Zahlen lägen in rund zehn Tagen vor. Der "steirische herbst" 2011 war unter dem Motto "Zweite Welten - Reale und irreale Parallelsysteme" gestanden.

In den rund 40.000 Besuchern (2010: rund 43.000) vom 21. September bis zum Abend des 13. Oktober seien nicht die Interessierten an den Projekten im öffentlichen und medialen Raum zugerechnet. Kaup-Hasler schwärmte vom diesjährigen Festival-Distrikt im Viertel um Mariahilferstraße und Kunsthaus: "Nicht nur die Gestaltung mit den Tischbändern und den großen Leuchtschriften, auch die besonders milden Nächte habe erheblich zu einem Besucheransturm beigetragen". Die Gegenstände können übrigens käuflich erworben werden. Die Mischung und Verknüpfung aus Ausstellung und Aktionen im sozialen Raum sei ein sehr schönes Zusammenspiel geworden, etwa jene des Medienturms mit dem ORF-Musikprotokoll. Man hätte jede der Aktionen auch noch länger als zwei Wochen zeigen können, leider habe man die Mittel nicht.

Supergroup aus a-ha und Coldplay am Samstag

Kaup-Hasler hob noch einmal "Cesena", die Produktion von Anne Teresa De Keersmaeker und Björn Schmelzer in der List-Halle hervor, ebenso wie die "große Aufregung vorab" um Rodrigo Garcias "Golgota Picnic". Bei den Musikproduktionen wolle sie "CineChamber" und "Hauntings" herausgreifen. Am Wochenende könne man u.a. noch Lotte van den Bergs "bildstarke Reflexion über die eigene Fremdheit" im Kongo erleben. Im Konzertbereich beschließe "Apparatjik", experimentelle Kunstband und Künstlerkollektiv aus Mitgliedern von a-ha (Magne Furuholmen), Coldplay (Guy Berryman) und Mew, am Samstag den steirischen herbst 2011 mit einer ihrer raren Konzertperformances.

Zur finanziellen Situation erklärte Kaup-Hasler auf Anfrage, eine weitere Reduktion wäre fatal, zudem sei das Budget ja nicht indexiert. "Schließlich ist der 'herbst' auch das internationalste, was die Steiermark zu bieten hat". Vor Monaten habe es von Landesseite her die Zusage gegeben, dass die Basisfinanzierung bleibe. Man versuche auch, das Niveau des Sponsorings zu halten: Beim "herbst" 2011 wurde die Cash-Einnahmen um 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Der nächste "steirische herbst" findet von 21. September bis 14. Oktober statt.

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