Spannung vor Bekanntgabe der Oscar-Nominierungen

Eine goldene Oscar-Statuette vor einem roten Vorhang.
Österreicher haben heuer keine Aussicht auf die begehrteste Filmtrophäe der Welt.

Am Donnerstag heißt es in Hollywood, früh aufstehen: Vor Sonnenaufgang in Kalifornien werden die Anwärter für die Oscar-Trophäen bekannt geben. Der australische Schauspieler Chris Hemsworth (30) wird die Nominierungen zusammen mit Cheryl Boone Isaacs, Vorsitzende der Filmakademie (Academy of Motion Picture Arts and Sciences), verlesen. Die 86. Oscar-Gala findet am 2. März in Los Angeles statt.

In der Königskategorie "Bester Film" gelten das Sklavendrama "12 Years a Slave", die Überlebensthriller "Gravity" und "All is Lost" und die Kriminalgroteske "American Hustle" als Favoriten. Robert Redford, Matthew McConaughey, Chiwetel Ejiofor, Sandra Bullock und Cate Blanchett werden als sichere Kandidaten für die Schauspiel-Nominierungen gehandelt.

"Rush" mit Außenseiterchancen

Daniel Brühl als Niki Lauda in einer Szene aus dem Film „Rush – Alles für den Sieg“.
Daniel Brühl als Niki Lauda in "Rush"
Auch dem Niki-Lauda-Drama "Rush" werden Chancen eingeräumt, könnte doch der deutsche Schauspieler Daniel Brühl in der Rolle der Motorsportlegende mit einer Nominierung als beste Nebenrolle rechnen. Schon bei den Golden Globes war in dieser Kategorie gesetzt, musste sich jedoch Jared Leto geschlagen geben.

Möglicherweise vergrößert auch Oscar-Preisträger Hans Zimmer seine Trophäensammlung. So schrieb der Komponist die Musik für "Man of Steel", "12 Years a Slave" und eben "Rush". Alle drei Filme sind unter den 289 abendfüllenden Kinofilmen, die sich in diesem Jahr für den Preiswettbewerb qualifiziert haben.

Nach dem Erfolg von Michael Haneke mit seinem Altersdrama "Amour" im Vorjahr kann Österreich heuer nicht auf einen Erfolg bei den Auslandsoscars rechnen. Der heimische Kandidat "Die Wand" von Julian Pölsler hat es nicht auf die Longlist der neun Kandidaten für den besten nicht-englischsprachigen Film geschafft. Infrage kommen hingegen "Die Jagd" von Thomas Vinterberg, "The Grandmaster" von Wong Kar-wai, "La Grande Bellezza" von Paolo Sorrentino oder "Zwei Leben" von Georg Maas aus Deutschland.

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