© Ritter Verlag

Kultur
02/15/2021

Schweizer Künstler Urs Jaeggi gestorben

Der Soziologe, Autor und Künstler hatte die Studentenbewegung inspiriert und 1981 den Bachmann-Preis gewonnen

von Michael Huber

Der Soziologie und Künstler Urs Jaeggi ist tot. Der in der Schweiz geborene Wissenschafter sei im Alter von 89 Jahren am Samstag in Berlin gestorben, wie seine Familie mitteilte. Jaeggi lebte abwechselnd in Berlin und Mexiko-Stadt. Mit seinem Buch „Macht und Herrschaft in der BRD“ galt er als einer der wichtigsten Ideengeber der Studentenbewegung der 1960er Jahre.

Der 1931 in Solothurn geborene Jaeggi hatte Kunstgeschichte, Ökonomie und Soziologie in Genf, Berlin und Bern studiert. Nach seiner Habilitation in Bern ging er an die Ruhr-Universität Bochum und später zur New School for Social Research nach New York. Von 1972 bis 1993 war er Professor am Institut für Soziologie der Freien Universität Berlin.

Neben seiner wissenschaftlichen Arbeit verfasste Jaeggi auch Romane, Erzählungen und Essays. 1981 wurde er mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt ausgezeichnet, 1998 gewann er den Kulturpreis des Landes Niederösterreich. Seit 1985 nahm er an Einzel - und Gruppenausstellungen als Maler und Bildhauer teil. Zuletzt erschien 2015 im Klagenfurter Ritter-Verlag der Erzählband "Heimspiele".

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.