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Kultur
08/24/2019

Schreiben ja, aber Schriftsteller will Friedrich Hahn keiner mehr sein

Warum, steht in dem Buch mit dem Titel "Der Autor steht für Lesungen und Pressetermine NICHT zur Verfügung".

von Peter Pisa

Von seinem Roman „Von Leben zu Leben“ wurden 84 Exemplare verkauft. Trotz guter Kritiken. Im KURIER z.B. stand: Hahn sei einer der originellsten Schriftsteller Österreichs. „Das merkt man allein schon, wenn er den Michael präsentiert, indem er – Zitat – bloß über ihn sagt: Er habe nur ein Testbild vom Leben im Kopf und kein Programm.“

Der Beweis

84 Exemplare. Friedrich Hahn - Foto oben - ist gereizt. Er bemüht sich um Humor. Und will nicht mehr Schriftsteller sein. Schreiben schon. Aber nicht mehr Manuskripte an Verlage schicken, auf Rezensionen hoffen, Lesungen halten. Sein – letztes? – Buch ist Autobiografie; bissl eitel, bissl traurig, aber der Beweis:

Was der Norweger Knausgård kann, das kann auch Hahn. Interessiert es wirklich, dass er Kehlmann nicht mag? Dass Hahn Sudokus braucht? Aber ja, es interessiert! So weit, Sonett (= Hahn).


Friedrich Hahn: „Der
Autor steht für Lesungen und Pressetermine NICHT zur
Verfügung“
Bibliothek der Provinz.
320 Seiten.
24 Euro.

KURIER-Wertung: *** und ein halber Stern