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Kultur
02/22/2019

Schlagersänger Gus Backus ist gestorben

Bekannter Schlagersänger wurde in den 60er- und 70er-Jahren mit Hits wie „Brauner Bär und weiße Taube“ bekannt.

von Georg Leyrer

Der Schlagersänger Gus Backus ist nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 81 Jahren zu Hause in Germering nahe München gestorben. Das teilten seine Kinder am Freitag der Deutschen Presse-Agentur mit. Backus wurde mit Hits wie „Brauner Bär und weiße Taube“, „Da sprach der alte Häuptling der Indianer“ oder „Der Mann im Mond“ bekannt und gehörte zu den Schlagerlegenden der 60er- und 70er-Jahren. Mit Hits wie „Brauner Bär und weiße Taube“, unterhielt er damals die Menschen. Auch vor der Kamera kam der sympathische Sonnyboy aus den USA gut an und ergatterte zahlreiche Rollen.

Während seiner Karriere war Backus in mehr als 30 Filmen zu sehen - oft singend. Seinen berühmtesten Auftritt hatte er in der österreichischen Filmkomödie „Unsere tollen Tanten“ (1961) mit seiner „Sauerkraut Polka“. In weißer Schürze und Kochmütze singt er mit amerikanischem Akzent: „Ich esse gerne Sauerkraut und tanze gerne Polka, und meine Braut heißt Edeltraut, die denkt genau wie ich.“ Später habe er nur gedacht: Das kannst du nie deiner Mutter zeigen, wie er in seiner Autobiografie „Ich esse gar kein Sauerkraut“ schreibt.

"Rote Lippen soll man küssen"

Musikalisch lag der gebürtige New Yorker noch in seiner Zeit beim Militär los. Als Gründungsmitglied der Gruppe The Del-Vikings sichert er sich einen Plattenvertrag. Während es eigentlich gerade weiter bergauf mit seiner Band geht, wird Donald Edgar Backus, wie er bürgerlich heißt, mit knapp 20 Jahren nach Deutschland versetzt. In Wiesbaden stationiert, lernt er dort seine erste Frau Karin kennen, mit der er drei Söhne hat.

Nach dem Durchbruch in den USA wird Backus in Deutschland, Österreich und der Schweiz als singender GI populär. Mit Hits wie „Wooden Heart“, „Linda“, „Rote Lippen soll man küssen“ und „No Bier, No Wein, No Schnaps“ feiert er große Schlagererfolge. Seine Lieder sind leicht und erzählen von Vergnügen, Freundschaft und der großen Liebe - oft auf komödiantische Art, wie bei der Schunkelnummer „Bohnen in die Ohren“.

Höhen und Tiefen

Das Leben des Schlagersängers war dagegen geprägt von Höhen und Tiefen. Während er als gefragter Schlagerstar tourte, hatte er mit Alkohol- und Tablettenproblemen zu kämpfen. „Es ist ungeheuer anstrengend, unterhaltsam und witzig zu sein“, resümierte er in seiner Autobiografie. „Wenn wir nach einer Show oder einem Film mit den Kollegen weggingen, gab es natürlich meist Alkohol. Und irgendwann kamen die Tabletten dazu.“

Seine Ehe mit Karin ging in die Brüche. Nach dem Scheitern seiner zweiten Ehe mit Balletttänzerin Heidelore, mit der er seinen vierten Sohn hat, kehrte Backus getrieben von finanziellen Problemen in die USA zurück. Dort schlug er sich als Gelegenheitsarbeiter durch. „Hauptsache, man konnte laufen und hatte zwei Arme und ein gesundes Kreuz - und man war willig“, sagte er einmaö über diese Zeit. In den USA heiratete er ein drittes Mal, doch seine Frau Byra starb 2001.

Backus sortierte sein Leben neu und kehrte wieder nach Deutschland zurück. Er fand zu seiner früheren Liebe Heidelore zurück, die beiden heirateten ein zweites Mal.

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