Schauspieler Klaus Rott ist 70

Als Karli Sackbauer wurde er in "Ein echter Wiener geht nicht unter" berühmt. Derzeit ist der 70-Jährige in "Atmen" und "Wie man leben soll" zu sehen.

Die meisten kennen ihn als Mundls Sohn Karli Sackbauer, und auch er selbst hielt das Andenken an seine Paraderolle aus der Kult-Serie "Ein echter Wiener geht nicht unter" mit einem eigenen Kabarett-Programm auch in Zeiten aufrecht, als von einer Wiedergeburt der Fernsehfamilie im Kino noch lange keine Rede war. Dass der Schauspieler Klaus Rott stets mehr zu bieten hatte, bewies er durch zahlreiche Rollen und Regien im Theater der Jugend. Pünktlich zu seinem 70. Geburtstag, den der Wiener am Sonntag feierte, ist er aber auch in zwei österreichischen Kinofilmen zu sehen - in David Schalkos Glavinic-Verfilmung "Wie man leben soll" und in Karl Markovics' preisgekröntem Regie-Debüt "Atmen".

Bild: Klaus Rott in der ORF-Familienserie "Das Glück dieser Erde". Es ist nur eine kleine Rolle, die Rott (hier im Bild mit Karl Merkatz) in "Atmen" zu spielen hat, und doch zeigt er als Angestellter der Wiener Bestattung mit wenigen Szenen, wofür ihn Zuschauer wie Regisseure schätzen: eine prägnante Figur mit Herz und Schmäh, bei der der Wiener Lokalkolorit pastos, aber nicht zu dick aufgetragen ist. Qualitäten, die ihm auch zu zahlreichen Auftritten im österreichischen Fernsehen verholfen haben. Und 2002 mit dem Silbernen Ehrenzeichen der Stadt Wien gewürdigt wurden. Seine Schauspielausbildung absolvierte Klaus Rott im Max-Reinhardt-Seminar. Nach dem Abschluss 1963 ging er für einige Jahre an deutsche Theater. Nach Wien zurückgekehrt, wurde er eine der Stützen des Theaters der Jugend, wo er in zahllosen Rollen zu sehen war und auch selbst Regie führte.

Bild: Karli (Klaus Rott) und Irma (Maria Liliana Niesielska) Seine Mitwirkung an der von Autor Ernst Hinterberger erdachten und 1975 bis 1979 produzierten Fernsehserie "Ein echter Wiener geht nicht unter", in der er die Rolle des Sohnes Karli Sackbauer übernahm, … … prägte sein Leben und verhalf ihm zu Popularität. Ab 2003 erzählte er schließlich in einem eigenen Kabarettprogramm, wie es der Familie seit dem 50. Geburtstag von Haushaltsvorstand Mundl, der das Ende der Serie markiert hatte, weiter ergangen sein könnte. Das Programm erschien auch auf DVD und sorgte dafür, dass die Sackbauers lebendig blieben. Selbstverständlich durfte er nicht fehlen, als die Familie in zwei Kinofilmen ihre Wiederauferstehung feierte.

Bild: Klaus Rott im Bild mit Maria Liliana Niesielska, die in "Ein echter Wiener geht nicht unter die "Irma" spielt.
(apa / mawe) Erstellt am
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