© APA/BARBARA ALBERT

Kultur
09/26/2012

San Sebastian: Albert-Film kam schlecht weg

Der österreichische Festivalbeitrag "Die Lebenden" wurde von der Presse nicht besonders gut bewertet. Penelope Cruz überstrahlte alles.

Nicht sonderlich positiv haben spanische Medien den neuen Film der Österreicherin Barbara Albert aufgenommen, der am Dienstagabend unter dem Titel "Die Lebenden" beim 60. Filmfestival in San Sebastian uraufgeführt wurde. „Der Film zeigt über lange Strecken das eher uninteressante Leben der Hauptfigur, wodurch er zaghaft, kraftlos und oftmals ohne Zusammenhang wirkt“, schrieb „Diario Vasco“ am Mittwoch. Zudem stahlen die Schauspielstars Penelope Cruz und Monica Belluci dem Film die Schau.

Die Festivalberichterstatter schenkten dem jüngsten Spielfilm von Albert insgesamt recht wenig Aufmerksamkeit. In manchen Zeitungen war zu lesen, dass man sich von österreichischen Regisseuren einmal ein anderes Thema wünschen würde, fern vom vielfach abgehandelten Thema der NS-Vergangenheitsbewältigung. In der vorläufigen Favoritenliste von "Diario Vasco" für die "Goldene Muschel", den Hauptpreis des Festivals, landete "Die Lebenden" nur auf dem vorletzten Platz - aber immerhin noch vor dem italienischen Drama "Venuto al mondo" mit Penelope Cruz.

Penelope Cruz im Mittelpunkt

Dennoch stand Cruz im Mittelpunkt des Interesses: Spaniens derzeit bekannteste Schauspielerin in Hollywood spielt die Hauptrolle in dem Film von Sergio Castellitto, der sich mit dem Bosnien-Krieg beschäftigt. Und auch wenn der Film eher mittelmäßig ist, so hinterlässt Cruz doch einen starken Eindruck. Auch Monica Bellucci lenkte in San Sebastian alle Kameras auf sich: Die Italienerin ist heute, Mittwoch, im türkischen Wettbewerbsbeitrag "Rhino Season" zu sehen. Bisher gilt der glänzende libanesische Wettbewerbsfilm "The Attack" von Ziad Doueiri als Favorit des Festivals.

   Für Barbara Albert war es dagegen enorm wichtig, zumindest die Gelegenheit zu haben, ihren Film auf einem A-Festival vorstellen zu können. „So ist der Fokus auf meinen Film gerichtet und wird von vielen Menschen gesehen", sagte Albert im Anschluss an die Premiere zur APA. "Für mich ist das sehr wichtig, da es nach einer gewissen Zeit wieder mein erster Film ist und zudem ein sehr persönliches und schwer finanzierbares Projekt war." Sie hoffe, dass durch die Teilnahme in San Sebastian auch viele jüngere Menschen auf den Film aufmerksam werden. Das Festival läuft noch bis 29. September.

   Das Filmfestival in der nordspanischen Küstenstadt San Sebastian, das in diesem Jahr sein 60. Jubiläum feiert, gehört neben Venedig, Cannes und Berlin zu den wichtigsten Filmfestivals Europas. Der Film „Die Lebenden“ soll noch in diesem Jahr in die österreichischen Kinos kommen und ist Alberts vierter Spielfilm nach „Nordrand“ (1999), „Böse Zellen“ (2003) und „Fallen“ (2006).

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