Kultur
30.08.2018

"Safari": Eskapaden mit Nonsens und Dating-App

Die deutsche Partnersuche-Komödie bleibt weitgehend sinn-, story- und witzfrei.

„Etwas ältere Würste sind vielleicht nicht ganz so knackig, aber sie wissen genau, wie sie vernascht werden wollen.“
An diesem Satz lässt es sich vielleicht erkennen: „Safari“ soll eine Komödie sein. Ihre Laufzeit verbringt sie jedoch hauptsächlich damit, den Witz erfolglos zu suchen.

Der dünne Plot: Mehrere Frauen und Männer zwischen zwanzig und fünfzig treffen einander mithilfe der Dating-App „Safari“. Von Zeit zu Zeit kreuzen die Erzählstränge einander, werden aber auch wieder fallen gelassen, als hätte der Regisseur mittendrin das Interesse an ihnen verloren. Über diesem Halb-Gerüst dümpelt der Film fast zwei Stunden dahin, lässt seine farblosen Charaktere Nonsens reden und sich ab und zu ausziehen.

Das beiläufig angeklebte Ende löst schließlich alle Probleme ohne ersichtliche Gründe – als hätte jemand dem Regisseur ins Ohr geflüstert, dass 110 Minuten doch genug wären. Ähnlich ermüdend sind die Dialoge, die meist aus Belanglosigkeiten oder haarsträubendem Unsinn bestehen. Junge Leute reden naturgemäß so: „Du bist total addicted wie ein Smombie!“ „Ich bin heute off duty, aber come in.“ Und ja, diese Zitate wurden aus dem Kontext gerissen. Mit diesem sind sie jedoch nicht besser – besonders, da „Safari“ kaum Kontext besitzt.