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Kultur
12/23/2019

Rudolph, die rote Nase wird 80

Zu Weihnachten vor 80 Jahren hielten Kinder zum ersten Mal das Malbuch mit dem Rentier in ihren Händen.

Vom Außenseiter zum Retter des Weihnachtsfestes - "Rudolph, the Red-Nosed Reindeer" wird wegen seiner Besonderheit zum Helden. Wie der Titel schon sagt, leuchtet die Nase des Rentiers, das den Schlitten des Weihnachtsmannes durch die kalte Nacht zieht, rot wie ein Nebelscheinwerfer. Zu Weihnachten vor 80 Jahren hielten Kinder zum ersten Mal das Malbuch mit dem Rentier in ihren Händen.

Der arme Rudolph wird wegen seiner optischen Besonderheit von den anderen Rentieren geärgert. Doch dann schlägt seine große Stunde. Weil es an Weihnachten so nebelig ist, braucht der Weihnachtsmann dringend eine Leuchte. Ausgedacht hat sich die Story der amerikanische Anzeigentexter Robert Lewis May, der seine vierjährige Tochter aufheitern wollte. Dazu gab es Gründe: Er selbst war depressiv und seine Frau lag krebskrank im Bett.

Ab Jänner 1939 arbeitete May an Rudolph, dem neunten Rentier des Weihnachtsmanns. Mays Arbeitgeber, die Kaufhauskette Montgomery Ward in Chicago, musste erst überzeugt werden. Man hatte zunächst Bedenken, die rote Nase könne als Hinweis für Alkoholkonsum missverstanden werden.

Den Kindern waren diese Bedenken egal. Noch im Ausgabejahr 1939 gingen 2,4 Millionen Exemplare des Buches über die Theke. Zehn Jahre sollten vergehen, bis die Geschichte durch ein Weihnachtslied die ganze Welt erreichte. Mays Schwager schrieb den Song "Rudolph, The Red-Nosed Reindeer". Sänger Gene Autry machte das Lied 1949 zum Welterfolg. Autor May hatte für sein Malbuch nur eine Pauschale kassiert. Erst im Mai 1947 erhielt er das Urheberrecht.

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