Romy: Große Ausstellung in Paris

Eine große Pariser Retrospektive von Romy Schneider zeigt unveröffentlichte Dokumente, Filmausschnitte und Familienandenken. Bilder der Schauspiel-Schönheit.

Knapp 30 Jahre nach ihrem Tod ist in Paris eine große Retrospektive zu Ehren Romy Schneiders (1938-1982) zu sehen. Bis zum 26. Februar 2012 werden im "Espace Landowski" in Boulogne-Billancourt, wo sich vormals die französischen Filmstudios befanden, bisher unveröffentlichte Dokumente, Archivbilder, Filmausschnitte, Fotos, Kleider, Juwelen und Familienandenken der österreichischen Schauspielerin ausgestellt.

Bilder von Romy Schneider um Durchklicken ... "Es ist eine Hommage für ihre Grazie, für ihre Schönheit, für ein Leben mit Erfolgen, Leidenschaften, aber auch Dramen", sagte der Kurator der Ausstellung, Jean-Pierre Lavoignat und fügte hinzu: ... ... "Die Ausstellung vollzieht das Leben einer Schauspielerin nach, die das Herz der Zuschauer erobert und die Filmgeschichte des letzten Jahrhunderts geprägt hat. Sie spielte auch eine Rolle in der französisch-deutschen Aussöhnung." Die Ausstellung vollzieht den ganzen Lebenslauf der aus Wien gebürtigen Rosemarie Magdalena Albach-Retty nach, deren Eltern Magda Schneider (hier im Bild mit Romy) und Wolf Albach-Retty bereits erfolgreiche Schauspieler waren. Ihre Filmkarriere begann Romy auf Betreiben ihrer Mutter bereits mit 15 Jahren. Dank der "Sissi"-Trilogie (1955-1957) wurde die junge Schauspielerin bereits mit 20 ein international bekannter Star. Romy Schneider hier im Bild mit ihrem "Sissi"-Filmpartner Karlheinz Böhm. 1958 lernte die Österreicherin bei Dreharbeiten Alain Delon (im Bild) kennen. Ihre Liebesgeschichte mit dem Franzosen veranlasste sie dazu, nach Paris zu übersiedeln. Von da an begann sie mit großen Regisseuren wie Luchino Visconti, Bertrand Tavernier, Claude Sautet und Jacques Deray zusammen zu arbeiten.

Bild: Schneider mit Klaus Kinski in "Nachtblende". Ausgewählte Filme der Schauspielerin werden in der Retrospektive zu sehen sein. Darunter sind frühe Werke wie "Wenn der weiße Flieder wieder blüht", alle drei "Sissi"-Teile, als auch "Christine", als auch ...

Bild: Romy Scheider bei einer Drehpause zu "Sissi". ... "Der Swimmingpool" von 1969 (im Bild), "Mado", "Eine einfache Geschichte" oder ihr letzter fertig gedrehter Film von 1982, "Die Spaziergängerin von Sans-Souci". Auch auf ihre beiden Ehen wird in eingegangen. Nachdem ihre Beziehung mit Delon 1964 endete, heiratete sie 1966 Regisseur und Schauspieler Harry Meyen und zog nach Deutschland. Mit ihm hatte sie einen Sohn - David Christopher. 1973 trennten sich Schneider und Meyen, Romy zog mit David zurück nach Paris. Dort avancierte sie in den 70ern zur "Grande Dame" des französischen Films. Danach heiratete sie ihren Privatsekretär  Daniel Biasini, der um 11 Jahre jünger war als die Schauspielerin. 1975 ehelichte sie Biasini. Beruflich feierte sie große Erfolge - für "Eine einfache Geschichte" (Bild, 1978) erhielt sie den César als beste Hauptdarstellerin, doch Schicksalschläge überschatteten ihre Karriere. 

Der Freitod ihres Ex-Mannes Harry Meyen 1979 stürzte sie in Fassungslosigkeit. In starke Depressionen fiel sie aber erst, als ihr Sohn David im Alter von nur 14 Jahren 1981 an einem Unfall starb. Nur ein Jahr später starb Romy Schneider - offiziell an einer Herzattacke, wenngleich viele vermuteten, dass es sich um einen Selbstmord handelte. Exposition Romy Schneider 
Vom 4. November bis zum 22. Februar 2012
Espace Landowski - M-A 30, 
28 avenue André-Morizet
Paris
(apa, red. / mich) Erstellt am
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