Robert Redford (rechts) in Park City, mit den Sundance-Direktoren John Cooper und Keri Putnam

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US-Filmfestival
01/23/2015

Robert Redford eröffnete Sundance Festival

Der Hollywoodstar bezog sich bei der Eröffnung des Independent-Festivals auf den Anschlag auf "Charlie Hebdo".

Hollywoodstar und Festivalgründer Robert Redford hat am Donnerstagabend im US-Wintersportort Park City (Utah) das Sundance Filmfestival eröffnet. Es ist das größte Festival für unabhängige, außerhalb Hollywoods produzierte Filme. Es wurde vor 31 Jahren von Redford ins Leben gerufen. Bis zum 1. Februar werden 118 Spielfilme und Dokumentationen aus vielen Ländern gezeigt.

Ihm komme es vor allem darauf an, die Vielfältigkeit der Filmbranche zu erhalten und kleineren Filmen eine Chance zu geben, betonte Redford in einer Pressekonferenz. Das Festival trete auch für die freie Meinungsäußerung ein. Es stehen unter anderem brisante Dokumentationen über Scientology und Psychoexperimente an Menschen auf dem Programm.

Warnsignal aus Paris

Die Anschläge auf das französische Satire-MagazinCharlie Hebdobezeichnete Redford als Warnsignal für die freie Meinungsäußerung. Die Attacke mit zwölf Toten sei "schockierend" und "traurig" gewesen, sagte Redford. An vielen Orten werde "die freie Meinungsäußerung angegriffen", nicht nur in Paris. Der 78-jährige Schauspieler versicherte indes, das elftägige Filmfestival werde ein "sicherer Ort" sein. Zwar würden viele Filme gezeigt, die andere Menschen traurig stimmen könnten, sagte er. "Aber das ist in Ordnung - das ist Vielfalt."

Zahlreiche Hollywood-Stars sind mit ihren Indie-Filmen vertreten, darunter Michael Fassbender in dem neuseeländischen Film "Slow West", Chiwetel Ejiofor in dem postapokalyptischen Thriller "Z for Zachariah", Cynthia Nixon und Saoirse Ronan in dem Drama "Stockholm, Pennsylvania".

Weltpremiere feiert auch der australisch-irische Film "Strangerland" mit Nicole Kidman und Joseph Fiennes. Redford selbst ist in dem Film "A Walk in the Woods" an der Seite von Nick Nolte als alte Schulfreunde auf einer Wandertour zu sehen.

Im vorigen Jahr hatte das Musikdrama "Whiplash" den Sundance-Hauptpreis gewonnen. Der Film von Damien Chazelle über einen jungen Schlagzeuger, der von einem unbarmherzigen Musiklehrer unter Druck gesetzt wird, ist jetzt für fünf Oscars nominiert, darunter als bester Film.

INFO: www.sundance.org

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