© ©Martin Karplus Photography

New York
09/23/2014

Retrospektive mit Fotografien von Nobelpreisträger Martin Karplus

"Martin Karplus - Photographs 1953-2009" ab 25. September im Österreichischen Kulturforum New York und im kommenden Jahr in Wien.

Eine Retrospektive mit Fotografien des US-Nobelpreisträgers Martin Karplus ist ab 25. September im Österreichischen Kulturforum New York zu sehen. Die Schau zeigt Bilder des in Wien geborenen und von den Nazis aus seiner Heimat vertriebenen Chemikers, der ein halbes Jahrhundert lang Menschen in aller Welt fotografiert hat. Die Ausstellung ist ab Mai 2015 auch in Wien zu sehen.

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Kurz vor seiner Promotion am California Institute of Technology (Caltech) erhielt Karplus 1953 von seinen Eltern eine Leica-Kamera geschenkt - der Beginn einer bis heute andauernden Leidenschaft für das Fotografieren, der er rund um den Globus frönte. In der Ausstellung sind etwa Bilder zu sehen, die der junge Wissenschafter auf Reisen durch das Europa der Nachkriegsjahre aufgenommen hat und die nach seinen Worten das "Bild einer Welt, die nicht mehr länger existiert" dokumentieren. Weiters werden Fotos aus den 1950er Jahren von Nord- und Südamerika und eine aktuellere Serie von Bildern aus China, Indien und Japan aus 2008/09 gezeigt.

Bilder der Ausstellung

"Die Bilder spiegeln den neugierigen Blick und die zutiefst humanistische Vision eines jungen Wissenschafters in der idealistischen Nachkriegszeit wider", heißt es in einer Aussendung des österreichischen Kulturforums New York, wo die Schau bis 28. November zu sehen ist. Seit 2005 wurden die Bilder des Nobelpreisträgers bereits in mehreren amerikanischen und europäischen Städten gezeigt, zuletzt 2013 in der Bibliothèque nationale de France in Paris.

Nach New York geht die Ausstellung an das österreichische Kulturforum in Washington D.C. und ist ab Mai 20015 an der Universität Wien anlässlich deren 650-Jahr-Jubiläum zu sehen.

Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) hatte Karplus im März dieses Jahres in Harvard besucht und als Versuch einer Aussöhnung mit dessen früherer Heimat über eine Ausstellung von dessen Fotografien gesprochen. Karplus wurde am 15. März 1930 in eine jüdische Mediziner-Familie in Wien geboren und 1938 von den Nationalsozialisten aus seiner Heimat vertrieben. Der Chemiker besitzt zwar die österreichische Staatsbürgerschaft, nimmt aber zu seinem Geburtsland eine sehr reservierte Haltung ein. Im Vorjahr wurde Karplus gemeinsam mit seinen US-Kollegen Michael Levitt und Arieh Warshel für ihre bahnbrechenden Arbeiten zur Entwicklung universeller Computermodelle für die Voraussage chemischer Prozesse mit dem Chemie-Nobelpreis ausgezeichnet.

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