Rene Magritte-Schau in der Albertina

Die bisher größte Ausstellung des Hauses präsentiert den belgischen Surrealisten: Ein Spagat zwischen chronologischer Anordnung und thematischer Vertiefung.

"Ich habe nichts Interessantes zu sagen: Ich versuche nur, unfassbare Bilder zu sammeln." Dieses Zitat von Rene Magritte empfängt den Besucher der großen Magritte-Ausstellung der Albertina, die in den Kahn Galleries ab Mittwoch 150 Gemälde und Zeichnungen sowie 117 Plakate, Filme, Bücher, Skulpturen und andere Medien präsentiert. 

Bild (Ausschnitt):
René Magritte
Der Kuss, 1951
Houston, Museum of Fine Arts Dem weltberühmten belgischen Surrealisten ist, laut Albertina-Chef Klaus Albrecht Schröder, die bisher größte Schau des Hauses gewidmet.


Bild: 
René Magritte 
Der Zeitungslese, 1928
Tate "Wer Rene Magritte kennenlernen will hat mit dieser Ausstellung eine gute Möglichkeit", meinte Schröder bei der heutigen Presseführung und freute sich u.a. darüber, mit "Der bedrohte Mörder" nun eines seiner  Lieblingsbilder der Kunstgeschichte in der Albertina zeigen zu können. 

Bild:
René Magritte
Der bedrohte Mörder, 1927
New York, The Museum of Modern Art Magritte sei "ein Künstler, der uns eigentlich viel zu bekannt ist", sagte Christoph Grunenberg, der scheidende Direktor der Tate Liverpool, doch er sei auch "ein Künstler, den es wiederzuentdecken gilt". 

Bild:
René Magritte
Die Liebenden, 1928
New York, The Museum of Modern Art So zeige die in Kooperation entstandene Ausstellung Magritte "in einem neuen Licht", etwa "als einen Künstler, der ganz früh seine Formensprache entdeckt".

Bild: 
René Magritte 
Die Repräsentation, 1937
Scottish National Gallery of Modern Art In Liverpool hatte die Ausstellung noch "The Pleasure Principle" geheißen. 

Bild:
René Magritte 
Die Zukunft der Denkmäler, 1937
Tate
In Wien verzichtet man nun auf das bereits angekündigte "Lustprinzip" im Titel. 

Bild: 
René Magritte 
Die Ankündigung, 1930
Tate Schließlich waren die Erkenntnisse des Sigmund Freud für Magritte erstaunlicherweise ohne Bedeutung.

Bild:
René Magritte 
Der magische Spiegel, 1929
Scottish National Gallery of Modern Art Die von Gisela Fischer, Grunenberg und Darren Pih kuratierte Retrospektive versucht den Spagat zwischen chronologischer Anordnung und thematischer Vertiefung.

Bild:
René Magritte
Der Geist der Geometrie, 1937
Tate Was von mehr als 90 Leihgebern zusammengetragen wurde, ist eine Überfülle tatsächlich "unfassbarer Bilder", von ersten surrealistischen Tableaus, die stark an De Chirico erinnern, über Ikonen wie "Der Verrat der Bilder" ("This is not a pipe"), der neben einem unter einer Käseglocke aufgestellten Käse-Bild ("Dies ist ein Stück Käse") präsentiert wird,... 

Bild:
René Magritte
Die persönlichen Werte, 1952
Museum of Modern Art, San Francisco ...dem "Bedrohten Mörder" oder dem "Reich der Lichter" bis zu seiner "Periode vache", die zum endgültigen Bruch mit den französischen Surrealisten führte.

Bild: 
René Magritte
Die durchbohrte Zeit, 1938
The Art Institute of Chicago Eine Reihe von "Fantomas"-Groschenromanen und "Pinkerton"-Krimiheftchen werden als Inspirationsquelle seiner Motive ebenso gezeigt wie seine Werbe-Arbeiten oder seine erotischen Illustrationen zu George Bataille. 

Bild:
René Magritte
Der Pilger, 1966
Sammlung Mr. und Mrs. Wilbur Ross Magritte habe sich der Interpretation durch traditionelle Ikonographie und Symbolsprache verweigert, sagte Kuratorin Fischer: "Er hat immer wieder beteuert, er sehe sich weniger als Maler denn als Denker."

Bild
René Magritte
Der Nachtschwärmer, 1928
Essen, Museum Folkwang Zu denken gibt es in dieser Schau wahrhaft mehr als genug - und allmählich ist man wie erschlagen von der schieren Anzahl von zu Bildern komponierten Geheimnissen, so durchschaubar ihre Zusammensetzung auch ist. 

Bild: 
René Magritte
Das Reich der Lichter, 1950
New York, The Museum of Modern Art. Gift of D. and J. de Menil Wenn etwa an einer Wand gleichzeitig neun der surrealen Home-Movies Magrittes flimmern, mit denen der im bürgerlichen Kleid schlummernde anarchische Charakter zum Vorschein gebracht werden soll, dann ist das Ergebnis mehr ein weißes Grundrauschen als ein Erkenntnisgewinn.

Bild:
René Magritte
Das Gesicht des Geistes, 1926
Brüssel, Musée d'Ixelles Am Ende, bevor man in die Realität des Museumsalltags entlassen und im Magritte-Shop mit Keks-Ausstechformen und Mobiles, Tabletts und Krawatten mit Magritte-Motiven konfrontiert wird,... 

Bild: 
René Magritte
Die Landschaft der Baucis, 1966
Houston, The Menil Collection ...gibt einem der Künstler noch Tröstliches mit auf den Weg: "Es beruhigt zu wissen, dass es ein Mysterium gibt. Es beruhigt zu wissen, dass es mehr gibt, als man weiß."

Bild:
René Magritte
Die große Familie, 1963
Japan, Utsunomiya Museum of Art Die Rene Magritte Ausstellung ist von 9. November bis 26. Februar in der Albertina in Wien zu sehen.
 
Bild:
René Magritte 
Der tollkühne Schläfer, 1928
Tate

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(apa / cark) Erstellt am
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