Premiere: Die vielen Schichten der Salome

Die Niederländerin Annemarie Kremer debütiert am Samstag bei der Volksopern-Premiere in der Titelrolle. Die Sopranistin im Gespräch.

Mehr Debüts, als Annemarie Kremer am Samstag in der Wiener Volksoper absolviert, kann man wohl gar nicht haben: Die Niederländerin steht erstmals in Wien auf der Bühne, erstmals in der Volksoper, erstmals in einer Strauss-Partie und dann gleich als Salome.

Das Interview und Probenbilder zum Durchklicken ...

Bild: Annemarie Kremer als Salome Eine Rolle, die stimmlich und darstellerisch doch ziemlich herausfordernd ist - was Kremer aber nicht schreckt: "Ich liebe das. Die Symbiose zwischen Gesang und Schauspielen ist ja gerade das, was mich so unausweichlich auf die Oper zugeführt hat", sagt die Sopranistin im KURIER-Gespräch.

Bild: Annemarie Kremer als Salome Die "Salome" hat eine lange Vorgeschichte an der Volksoper - 1910 erlebte die damals umstrittene und an der Hofoper wegzensierte Strauss-Oper hier ihre Wiener Erstaufführung. 


Bild: Annemarie Kremer als Salome mit dem Ensemble Mit berühmten Interpretationen der "Salome" hat sich Kremer auseinandergesetzt - "am Anfang, vor dem Einstudieren der Rolle". Doch "man muss aufpassen, dass man nicht nachahmt, das wäre uninteressant".

Bild: Annemarie Kremer als Salome Marguerite Borie führt Regie bei der Volksopern-Koproduktion mit der Opéra de Monte-Carlo und der Opéra Royal de Wallonie. 

Bild: Sebastian Holecek als Jochanaan Sie nähert sich der Salome "aus einer weiblichen Sicht", sagt Kremer. "Das tue ich auch. Es geht von einem unschuldigen Mädchen aus, Salome hat aber viele Schichten in sich: Sie ist aufgewachsen in dieser verdorbenen Welt, und das lebt sie auch aus."

Bild: Annemarie Kremer als Salome Obwohl: "Wenn sexuelle Gefühle in der Pubertät aufkommen, ist das aus weiblicher Sicht eher unschuldig. Bei Jungs ist das ganz anders", sagt Kremer und lacht. 

Bild: Annemarie Kremer als Salome Jedenfalls "schält Salome Schicht für Schicht ab und findet zu sich selber. Am Ende geht sie dem selbst gewählten Liebestod entgegen."

Bild: Annemarie Kremer als Salome und Sebastian Holecek als Jochanaan Vielschichtig ist auch Kremer: Sie hat in ihrer Jugend in einer Rockband gesungen und mit 17 Jahren bei einem Operettenverein ein musikalisches Erweckungserlebnis gehabt: ...


Bild: Annemarie Kremer als Salome und Sebastian Holecek als Jochanaan ... "Da habe ich diese andere Stimme entdeckt. Das war eine Naturstimme, die gleich da war. Ich war hin und weg: Das ist es, wonach ich gesucht habe." 

Bild: Annemarie Kremer als Salome Jetzt singt Kremer ein breites Repertoire, mit u.a. Händel, Mozart, Verdi, Puccini. 

Bild: Annemarie Kremer als Salome Von Wien schwärmt die sympathische Sängerin: "Dieses lebendige Opern- und Theater-Leben habe ich noch nirgendwo so erlebt." 

Bild: Annemarie Kremer als Salome In ihrer Heimat ist das anders: "Wir haben in Holland das schreckliche Vorbild, wie es nicht sein soll: Dass die Regierung fast alle Subventionen streicht. Oper wird aber immer bleiben, dafür ist einfach die Musik, diese Art von Kunst zu genial."

Bild: Annemarie Kremer als Salome und Sebastian Holecek als Jochanaan INFO: "Salome", Wiener Volksoper. Premiere: Samstag, 15. Oktober. Dirigent: Roland Böer, Regie: Marguerite Borie. Mit u. a. Sebastian Holecek (Jochanaan), Irmgard Vilsmaier (Herodias).

Weitere Bilder des Stückes ...

Bild: Annemarie Kremer als Salome und Sebastian Holecek als Jochanaan Bild: Annemarie Kremer als Salome und Sebastian Holecek als Jochanaan Bild: Annemarie Kremer als Salome und Sebastian Holecek als Jochanaan Bild: Annemarie Kremer als Salome und Sebastian Holecek als Jochanaan Bild: Annemarie Kremer als Salome und Wolfgang Ablinger-Sperrhacke als Herodes Bild: Annemarie Kremer als Salome und Sebastian Holecek als Jochanaan Bild: Annemarie Kremer als Salome Bild: Annemarie Kremer als Salome Bild: Annemarie Kremer als Salome

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(kurier) Erstellt am
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