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Kultur
12/05/2011

Pereira übernimmt Salzburger Festspiele

Am Samstag übernimmt Alexander Pereira offiziell die Leitung der Festspiele. Seine Pläne sind groß.

Er wollte ja schon einmal, 1999, Intendant der Salzburger Festspiele werden. Das scheiterte, dem Vernehmen nach, u. a. daran, dass er die von ihm schon damals geleitete Züricher Oper nicht aufgeben wollte. Im zweiten Anlauf hat es der am 11. Oktober 1947 geborene Alexander Pereira geschafft: Er setzte sich im Finale gegen Pierre Audi und Stephane Lissner durch, Markus Hinterhäuser war von der Jury nicht in den Dreiervorschlag aufgenommen worden.

Ab Samstag hat Pereira sein Ziel endgültig erreicht, wird zwar die Oper in Zürich noch ein Jahr parallel leiten, darf sich aber an der Salzach über ein großzügiges Einstandsgeschenk freuen: Das Budget 2012 wird mit rund 57 Millionen Euro um fünf Millionen höher sein als 2011.

Damit will er die Festspiele verlängern. Sie sollen, zumindest 2012, eine Woche früher mit pastoraler Musik beginnen und ein paar Tage länger dauern. Er setzt ausschließlich auf Premieren. Nur die Produktionen der Osterfestspiele (Bizets "Carmen") und der Pfingstfestspiele (Händels "Giulio Cesare") werden auch im Sommer gezeigt. Auf die Osterfestspiele hat er künstlerisch keinen Einfluss. Für die Pfingstfestspiele konnte er Cecilia Bartoli als Leiterin gewinnen. Schauspielchef ist Sven-Eric Bechtolf.

"Zauberflöte"

Als Sommerpremieren 2012 stehen bereits fest: Mozarts "Zauberflöte" mit Nikolaus Harnoncourt am Pult des Concentus Musicus, dazu eine "Zauberflöten"-Fortsetzung von Schikaneder namens "Das Labyrinth" im Residenzhof. Weiters: Puccinis "La Bohème" mit Anna Netrebko und Piotr Beczala sowie Richard Strauss' "Ariadne auf Naxos", kombiniert mit dem Schauspiel "Der Bürger als Edelmann" von Molière, dirigiert von Riccardo Chailly.
Fest steht auch eine Neuproduktion von Bernd Alois Zimmermanns "Die Soldaten" mit Ingo Metzmacher am Pult der Wiener Philharmoniker. 2013 soll Peter Stein Verdis "Don
Carlos" inszenieren. Ebenfalls 2013 dirigiert Daniele Gatti Wagners "Meistersinger".

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