Kultur
07.01.2012

Pelinka hat laut "Krone" Rückzug angeboten

Laut der Sonntagsausgabe der "Kronen-Zeitung" hat Niko Pelinka aufgrund des "massiven medialen Sturm" Alexander Wrabetz angeboten, seine Bewerbung zurückzuziehen.

Im Interview mit der Kronen Zeitung (Sonntagausgabe) nimmt Niko Pelinka zu den heftigen Protesten gegen seinen Einzug in die ORF-Generaldirektion Stellung. ORF-Chef Wrabetz hatte am 23. Dezember erklärt, Niko Pelinka zu seinem Büroleiter ernennen zu wollen. Die ORF-Redakteure laufen gegen Pelinka Sturm. Eine Ausschreibung erfolgte erst im Nachhinein.

Pelinka sieht im Krone-Interview die Unabhängigkeit des ORF nicht in Gefahr, das zeige ja auch der Diskurs, der da rund um seine Person ganz offen geführt werde; mit zum Teil unangemessenen, ins Persönliche gehenden Kommentaren. "Ich finde diese Verrohung sehr bedenklich", erklärt Niko Pelinka in Anspielung auf Ausdrücke wie "gelackter Parteikindersoldat", "größenwahnsinniger Sozenschnösel" oder "Wiedergänger eines spanischen Habsburgers". Und: "Es wäre bedenklich, wenn ein zweiwöchiger Mediensturm sich nicht auf mein Gemüt niederschlagen würde."

Pelinka wehrt sich im Interview gegen die Behauptung, der ORF-Beauftragte der SPÖ zu sein. "Ich bin weder SPÖ-Funktionär noch Politiker." Er lasse sich auch von keiner Partei vorschreiben, welchen Karriereweg er nehme.

Aufgrund des "doch massiven medialen Sturms" habe er Generaldirektor Alexander Wrabetz angeboten, seine Bewerbung zurückzuziehen für den Fall, dass dieser zu einer anderen Einschätzung kommen sollte und jemand anderen für diesen Job möchte. "Er hat mich allerdings darum gebeten, meine Bewerbung aufrecht zu erhalten. Mein Angebot steht aber natürlich weiterhin."

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