Original Rembrandt-Radierungen in Salzburg

Das Salzburger Barockmuseum präsentiert ab Freitag das graphische Werk des niederländischen Meisters.

Im Salzburger Barockmuseum werden ab Freitag Original-Radierungen des niederländischen Meisters Rembrandt Harmensz. van Rijn präsentiert. Es ist dies die wertvollste Ausstellung in der Geschichte des Museums. Zu sehen sind die Werke bis zum 4. Dezember.

Im Bild: Rembrandt, Selbstbildnis mit aufgelehntem Arm, 1639, Radierung (Bildausschnitt) Die 110 Original-Radierungen stammen aus dem Grazer Joanneum, wo sie zum 400-Jahre-Jubiläum des Künstlers gezeigt wurden. Nun werden sie in Salzburg präsentiert.

Im Bild: Rembrandt, Faust, ca 1652, Radierung, Kaltnadel, Grabstichel Alle Arbeiten dieser Ausstellung sind Originale, das heißt Rembrandt selbst hat die Blätter von einer geritzten Kupferplatte auf Papier kopiert.

Im Bild: Rembrandt, Christus heilt die Kranken, Hundertguldenblatt, 1649, Radierung, Kaltnadel, Grabstichel "Wir haben die Wasserzeichen jedes einzelnen Blattes geprüft", sagte Ausstellungskuratorin Karin Leitner-Ruhe vom Joanneum.

Im Bild: Rembrandt, Der Rattengiftverkäufer, 1632, Radierung "Da es die Druckplatten in vielen Fällen noch gibt, tauchen immer wieder Nachdrucke auf, die nicht als Original gelten. Auch wir mussten eine Reihe von Blättern ausscheiden", so Leitner-Ruhe weiter.

Im Bild: Rembrandt, Der Omval, 1645, Radierung, Kaltnadel Die Radierungen Rembrandts sind allesamt mehr als bloß Skizze für den Maler. Sie sind eigenständige Kunstformen, die Rembrandt technisch perfektioniert hat.

Im Bild: Rembrandt, Jan Uytenbogaert, genannt der Goldwäger, 1639, Radierung, Kaltnadel, Grabstichel Die Salzburger Ausstellung ist in Porträts, Selbstporträts, Alltagsszenen und Landschaften gegliedert. 85 der 110 Druckgrafiken sind dem Joanneum 1871 vom Sammler Joseph Ritter von Heintl überlassen worden.

Im Bild: Rembrandt, Die Windmühle, 1641, Radierung Als besonders heikel sind die Lichtverhältnisse einzustufen. Wie bei Grafik-Ausstellungen dieser Art üblich, ist eine Lichtstärke von maximal 50 Lux zulässig, um die Kunstwerke vor dem Ausbleichen zu schützen.

Im Bild: Rembrandt, Auf einem Erdhügel sitzender Bettler, 1630, Radierung Im Barockmuseum kommt erschwerend dazu, dass die bald 40 Jahre alte Beleuchtungsanlage nicht präzis steuerbar ist, sodass einige Blätter förmlich im Dunklen liegen. Nach jeder Ausstellung werden die Rembrandt-Druckgrafiken für zumindest zwei Jahre "zur Erholung" im Dunkeln gelagert.

Im Bild: Rembrandt, Rembrandts Mutter, 1628, Radierung Rembrandt. Radierungen
von 23. September bis 4. Dezember 2011
im Salzburger Barock Museum

Im Bild: Rembrandt, Selbstbildnis mit aufgelehntem Arm, 1639, Radierung
(apa / reis) Erstellt am
Posts anzeigen
Posts schließen
Melden Sie den Kommentar dem Seitenbetreiber. Sind Sie sicher, dass Sie diesen Kommentar als unangemessen melden möchten?