ORF: Lederhosen, Miniröcke, Smokings

Alle Kandidaten warten gespannt auf das grüne Zeichen der Jury, um weiterhin im Rennen um die 100.000 Euro zu bleiben
Foto: ORF/ALI SCHAFLER

Am Freitag startet der ORF die neue alte Castingshow "Die große Chance" (20.15, ORFeins). Gefragt sind Talente und keine Eislaufmütter.

Endlich wieder eine Talenteshow im freitäglichen Hauptabendprogramm. Der "unterhaltsame, generationsübergreifende Fernsehabend", wie ORF -Unterhaltungschef Edgar Böhm hofft, ist damit also gerettet. Na dann. Vor allem, weil es sich bei der Sendung "Die große Chance" nicht um irgendeine, sondern um die ur-österreichische Castingshow handelt, die schon in den 80ern Entertainern wie Andy Borg und Mat Schuh zu ersten Auftritten verhalf.

Ähnlichkeiten zwischen der "Großen Chance 2011" und dem RTL-"Supertalent" will man beim ORF nicht erkennen. Der Umgang mit den Kandidaten sei deutlich sensibler, und es gäbe einen stärkeren Österreich-Bezug. Böhm ist jedenfalls überzeugt "gerade einen Erfolg zu produzieren", der mit vorhergehenden Formaten wie etwa "Starmania" locker mithalten könne.

Moderiert wird die "Große Chance" von Doris Golpashin und Tom Walek, Andi Knoll führt die Backstage-Gespräche.

Von den 2500 Bewerbern schafften es gerade mal 300 in die zweite Runde. Denn: Ja, man muss schon was können. "Das ist ja auch die große Chance, und nicht der kleine Versuch", weiß Karina Sarkissova. Und auf sie sollte man hören, sitzt sie doch mit Rapper Sido, Sängerin Zabine und Zirkusdirektor Bernhard Paul in "der kompetentesten Jury, die das Land je gesehen hat", wie es bescheiden heißt.

In sechs aufgezeichneten Shows werden insgesamt 24 Talente für die Halbfinalshows (ab 21.Oktober live auf ORFeins ) ausgewählt. Aber auch das Publikum hat Mitspracherecht: Es darf pro Sendung einen von vier Kandidaten in die nächste Runde wählen. Und beim großen Finale bleibt die schwerwiegende Entscheidung, wer die 100.000 Euro verdient hat, überhaupt gänzlich den Zuschauer überlassen.

Facettenreich

Die Kandidaten kommen aus den verschiedensten Bereichen. "Lederhosen, Miniröcke, Smokings, es wird alles geben", erklärt der Sendungsverantwortliche Stefan Zechner. Von Gesang über Akrobatik bis hin zum Kunstpfeifen - jedermann ist willkommen. Einzige Voraussetzung: Talent.

Dennoch gab es Einschränkungen: "Wir wollten keine Eislaufmütter." Eine Altersgrenze von mindestens zehn Jahren sei also selbstverständlich, "nach oben sind natürlich nur gesundheitliche Grenzen gesetzt". Und so können sowohl 12-jährige Sänger und 86-jährige Kunstpfeifer begeistern. Hoffentlich.

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(KURIER / Victoria Schopf) Erstellt am
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