Kultur
28.03.2018

ORF: Aus für "Brieflos-Show" und "Bingo"

Die beiden Sendungen werden nur noch bis Jahresende 2018 im ORF zu sehen sein.

Die "Brieflos-Show" mit Peter Rapp steht vor dem Aus. Auch "Bingo" soll nach gut zwei Jahrzehnten aus dem Fernsehprogramm verschwinden. Das Studio, das erst 2014 mit Geld der Österreichischen Lotterien rundum neu gestaltet wurde, soll dem "Plan B" von ORF General Alexander Wrabetz zum Opfer fallen – um auf dem Küniglberg Platz zu machen für Ö3 und den neuen Newsroom.

Die "Brieflos-Show" läuft seit 1990 im ORF, stets moderiert von Peter Rapp. "Bingo" startete neun Jahre später und wird alternierend von Marie Christine Giuliani und Dorian Steidl präsentiert. Die Aufmachung der Quiz- und Gewinnshows sei aber "nicht mehr zeitgemäß", weshalb man sich für das Ende entschlossen habe. Lotterien-Sprecher Martin Himmelbauer bestätigt das Aus für die beiden Formate mit Ende 2018.

Evaluierungen hätten zu der Entscheidung geführt; das habe aber nichts mit den Lotterie-Produkten zu tun, betont er. Die beiden Sendungen werden nur noch bis Jahresende  im ORF zu sehen sein. Wie es mit Peter Rapp und Co. weitergeht, ist noch nicht bekannt.

Für die entsprechenden Slots am Samstag- beziehungsweise Sonntagnachmittag arbeite man "bereits an der Entwicklung neuer Formate". Die Moderatoren wurden über das Aus der Sendungen bereits informiert, "über mögliche weitere Tätigkeiten wird es Gespräche geben", teilte der ORF mit.

Drehen am Rad
Auf das nunmehrige Aus der Fernsehsendungen habe man sich mit dem ORF "einvernehmlich" verständigt. Und obwohl künftig die Gewinnmöglichkeit "Brieflos-Show" in den Losen wegfällt, ist es wohl auch nach 2018 mit dem Drehen am Rad noch nicht ganz vorbei: "Wenn Sie heute ein Brieflos kaufen und es steht 'Brieflos-Show' drinnen, dann haben Sie ein Recht, das drei Jahre lang in Anspruch zu nehmen", verwies Himmelbauer auf die gesetzlichen Vorgaben. Die Lotterien müssen für diesen Zeitraum auch nach Ende der "Brieflos-Show"-Ausstrahlung den Leuten diese Gewinnmöglichkeit bieten.

Im Falle von "Bingo", bei dem die Ziehung der nötigen Zahlen und Symbole via Fernsehen erfolgt, müsse man sich wiederum "etwas überlegen". Wie das künftig abgewickelt werde, sei derzeit noch völlig offen. Gleichzeitig verwies Himmelbauer auf die gute Zusammenarbeit mit dem ORF: "Wir haben immer alles sehr partnerschaftlich gemacht. Manche neue Dinge sind entstanden, etwa die LottoPlus-Ziehung. Dass sich nun etwas reduziert, schließt nicht aus, dass wir wieder andere Dinge ersinnen. Man muss sich weder um uns, noch um den ORF Sorgen machen."