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Kultur
10/21/2019

Ein Jahrtausend Austro-Rock, versammelt auf einem Album

Klaus Schubert, Mastermind der bekanntesten heimischen Hard-Rock_Band, brachte Weggefährten für ein Großprojekt zusammen.

von Brigitte Schokarth

Einen „Grunzer aus dem Graberl“ steuerte Stefan Weber zur neuen No-Bros-Single „Thousand Years Of Austro-Rock“ bei. Dafür hat Klaus Schubert, Boss der legendären österreichischen Hard-Rock-Band, mehr als 25 heimische Musiker zusammengebracht. Der 2018 verstorbene Drahdiwaberl-Frontmann Weber durfte dabei nicht fehlen.

Stefan war einer meiner besten Freunde“, erzählt Schubert im Interview mit dem KURIER. „Sextiger, der auch bei Drahdiwaberl war, hatte diesen unveröffentlichten Schrei liegen, und ich durfte ihn benutzen. Das hat mich sehr gefreut, weil ich auf der Nummer alle vereinen wollte, die mir nahe stehen. Ich hätte auch gerne Hansi Lang, Georg Danzer, Wilfried und Hansi Dujmic dabei gehabt, mit denen ich auch eng befreundet war. Aber das ist sich halt leider nicht mehr ausgegangen.“

Dabei sind u.a. Andy Baum, Ulli Bäer, Harri Stojka sowie Herwig Rüdisser und Ewald Pfleger von Opus. Es kommen aber auch Vertreter des volkstümlichen Genres – wie Franz Posch – zum Zug. „Andy Marberger ist bei den Schürzenjägern und gleichzeitig bei No Bros, weil er Europas bester Metal-Bassist ist“, erklärt Schubert. „Ich wollte die Mauern zwischen den Genres einreißen. Diese Leute sind wunderbare Musikanten, die ich ewig kenne.“

Anlass für „Thousand Years Of Austo-Rock“ ist das 45-jährige Jubiläum der Gründung von No Bros. Das wird aber nicht nur mit der Single, sondern auch mit einem neuen No-Bros-Album gefeiert. „Export Of Hell“ heißt das Werk, für das Schubert in Walt Stuefer einen neuen Sänger fand.

Freddy Gigele, der in den frühen 80er-Jahren in der Phase von Hits wie „Heavy Metal Party“, „Ready For The Action“ und „Be My Friend“ dabei war, nach einer langen Pause 2015 wieder mit No Bros arbeitete, stieg bald danach wieder aus. Stuefer bringt mit seiner erdigen Rockstimme Schwung in den Sound. Der ist wieder mehr von Blues beeinflusst ist, womit Schubert an den No-Bros-Sound der Anfangszeit anschließen will.

Mit „Export Of Hell“ zieht er aber auch Bilanz über die Karriere, definiert mit Stuefer, der fast alle Texte schreibt, „This Is No Bros“ und besinnt sich in „Alcohol And Bad Decisions“ auf die Vergangenheit.

Was war der schlimmste Alkohol-Moment in der Musikerkarriere des 62-Jährigen?„Das war, als wir wieder einmal mit Motörhead, die uns öfter als Vorgruppe in den Ostblock mitgenommen haben, unterwegs waren. Deren Sänger Lemmy zeigte mir, wie er Wodka trinkt: Aus dem Pappbecher mit ,ein bisschen Vitaminen‘. Da hat er den Pappbecher voll mit Wodka gemacht, einen Teelöffel Orangenjuice hineingetan. Zwei davon hab ich mit ihm getrunken. Dann sollten wir auftreten, und es ging nichts mehr. Lemmy hat mir dann etwas aus seinem Drogenkastl geben, wo ich schnell wieder voll da war. Sonst wär ich danach nur mehr am Boden gelegen.“

No Bros live gibt es vorerst nur in Innsbruck zu sehen. Da tritt Schubert mit Stuefer, Marberger, Tastenmann Andy Brunner und Drummer Bernie Welz am 9. November bei freiem Eintritt in der Music Hall in Innsbruck auf. Bei den Konzerten am 7. 11. und 13. 12. in Wien und Innsbruck tritt allerdings nur eine No-Bros-Coverband auf, die den ausgestiegenen Sänger Freddy Gigele featured. Keines der anderen Mitglieder dieser Band war je bei den von Schubert mitbegründeten und seit Anbeginn unter seiner Schirmherrschaft als Bandleader stehenden No Bros dabei.

Klaus Schubert ist heute, Montag, ab 22.00 Uhr Gast der Ö3-Sendung „Treffpunkt Österreich“.

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