Neue Brut-Spielstätte in St. Marx: Umbaukosten explodiert

Kulturstadträtin Kaup-Hasler gab bekannt, dass die Kosten von den einst geschätzten 6,9 auf 15,3 Millionen Euro gestiegen seien
"BRUT-NORDWEST" NEUE SPIELSTÄTTE

Längst hätte das Brut seine neue Spielstätte, ein ehemaliges Bankhaus in St. Marx, bezogen haben sollen. Doch es kam wegen Auflagen des Denkmalschutzes nicht nur zu eklatanten Verzögerungen beim Umbau: Kulturstadträtin Veronika Kaup-Hasler sprach im April 2025 von einem „gewaltigen“ Investment, auf Nachfrage des KURIER wurde aber keine konkrete Zahl genannt. Nun begehrte die APA Auskunft. Kaup-Hasler gab bekannt, dass die Kosten von den einst (2020) geschätzten 6,9 auf 15,3 Millionen Euro gestiegen seien – um mehr als 120 %.

Die Eröffnung werde im Herbst 2027 erfolgen. Doch bereits Ende Juni muss das Brut die Zwischennutzung in der Nordwestbahnstraße aufgeben. Und Kira Kirsch übergibt nach elf Jahren Leitung an Tomasz Kireńczuk. Wo das Brut für ein Jahr Unterschlupf finden wird, ist noch nicht bekannt. Die Subvention beträgt weiterhin zwei Millionen Euro.

Kira Kirsch verabschiedet sich nach dem „imagetanz“-Festival im März mit dem Projekt „Auflösung“ des preisgekrönten Duos Darum (Victoria Halper und Kai Krösche) über den Umgang mit Pflegebedürftigen. Premiere ist am 23. April. Und die Gruppe Nesterval bringt ab 17. Mai die Utopie „Donaugold“ (als ersten Teil einer Nibelungen-Doppelproduktion) heraus.

Kommentare