Kaufmann und Deutsch: Gemeinsamer Abend mit Liszt als Geburtstagsgeschenk

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Jonas-Kaufmann-Liederabend zum 80er von Helmut Deutsch.

Konzerthaus. Den Tenor Jonas Kaufmann und den Pianisten Helmut Deutsch verbindet eine mehr als drei Jahrzehnte währende Partnerschaft. Am Weihnachtsabend wurde Deutsch 80. Anlass für Kaufmann, seinem bewährten Begleiter einen Liederabend im Konzerthaus zu widmen.

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Lange Geschichte

Kennengelernt hatte man einander, als Kaufmann noch studierte. Deutsch habe ihn auf Franz Liszt gebracht, ließ er das Publikum wissen. So war es nur logisch, dass dieser Komponist im Fokus des Abends stand. Die „Drei Sonette von Petrarca“ gaben den Auftakt zum Liszt-Block. Da war Kaufmann in seinem Element. Klar und deutlich artikulierte er die italienischen Verse. Changierte zwischen einem Hauch von Leichtigkeit, einem wohldosierten Quantum an Pathos und opernhaften Ausbrüchen.

Mit der Vertonung von Heinrich Heines „Vergiftet sind meine Lieder“ leitete er zum deutschsprachigen Teil der Liszt-Lieder über. Kaufmanns Wortdeutlichkeit ist makellos. Da wurde er zum veritablen Erzähler.

Bedächtig intonierte er „Die Loreley“ (Heine). Mit Innigkeit und Espressivo gestaltete er den „König von Thule“ (Goethe). Es klang wie ein Scherz, dass er dem Publikum dankte, dass es trotz Liszt gekommen ist.

Mit Robert Schumanns Liederzyklus „Dichterliebe“ hatte er den Abend begonnen. Drei Zugaben, Blumen und Bravos für Tenor und Pianisten.

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