© Jens Büttner

Kultur
09/12/2012

Mini-Museum in der Telefonzelle

In Deutschlands wurde wahrscheinlich das kleinste begehbares Museum eröffnet.

Ohne Anstehen kein Reinkommen. Wovon viele Museen nur träumen können, ist im westmecklenburgischen Schullandheim Dreilützow bei Wittenburg Realität. Sobald Herbergsvater Stefan Baerens die Tür zu seinem neuen "Ausstellungsgebäude" aufschließt, kann er sich über ein stets volles Haus freuen. Schulklassen stehen fast jeden Tag Schlange an Deutschlands wohl kleinstem begehbaren Museum, in das nur zwei, drei Besucher auf einmal hineinpassen: Eine alte gelbe Telefonzelle von 90 mal 90 Zentimetern Grundfläche ist im Schlosspark Dreilützow als Mini-Museum eröffnet worden.

Derzeit sind Radierungen mit Tieren, Pflanzen und Landschaften zu sehen. In Galerien und Ausstellungen seien Kinder vielfach überfordert, erklärt Baerens die Idee zur Kunst-Zelle im Telefonhäuschen. "Weniger ist oft mehr, gerade wenn man Kindern einen Zugang zu Kunst und Kultur eröffnen möchte."

 

Die Kinder finden das gut: "Voll klein, aber coole Bilder", schreibt Schülerin Lara ins Gästebuch. Genau richtig, meint auch der neunjährige Lennart. Das Mini-Museum sei "echt niedlich". Große Museen finde er oft langweilig. "Das dauert immer so lange da durchzulaufen, mir tun dann immer die Füße weh", bemerkt der Viertklässler.

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