Michael Keaton: Vom Kameramann zum Filmstar

Für viele seiner Fans ist er der Batman schlechthin. Am 5. September feiert Keaton seinen 60. Geburtstag. Ein Überblick über sein filmisches Schaffen.

Michael John Douglas, besser bekannt unter Michael Keaton, wurde am 5. September 1951 in Pennsylvania geboren. Als jüngstes von sieben Kindern, wurde Keaton streng katholisch erzogen. Nachdem er zwei Jahre lang Theater- und Sprachwissenschaften in Ohio studierte, versuchte er sich als Kameramann und Stand-Up Comedian - jedoch ohne Erfolg.

Bild: Michael Keaton als James Jesus Angleton in der Miniserie "The Company" Nach dem Comedy-Versuch war er zunächst hinter der Kamera tätig. In Pittsburgh war er Kameramann für einen TV-Sender bevor es ihn nach Los Angeles zog, um seine Chancen auf eine Schauspielkarriere zu erhöhen. 

Dafür musste er allerdings seinen Namen ändern, da es in der Screen Actors Guild bereits einen Schauspieler namens Michael Douglas gab. Er entschied sich für den Namen Michael Keaton, als Hommage an Diane Keaton, die er verehrte.  

Seine erste große Kinorolle hatte er in der Kömodie "Nightshift – Das Leichenhaus flippt völlig aus" im Jahr 1982. Der Film spielte damals in den USA 23,6 Millionen US-Dollar und Keaton wurde vom Kritiker der New York Times als "echten Entdeckung" tituliert.

Bild: Henry Winkler und Michael Keaton in "Nightshift – Das Leichenhaus flippt völlig aus" (1982) In den darauffolgenden Jahren spielte Keaton in diversen Komödien die Hauptrolle. Unter anderem in "Mr. Mom" als überforderter Hausmann und Vater und ... 

Bild: Michael Keaton in "Mr. Mom" (1983) ... in "Gung Ho" als Vorarbeiter einer Automoblifabrik, der sich mit den japanischen Eigenheiten der neuen Eigentümer herumschlagen muss.

Bild: "Gung Ho" (1986) Mit "Beetlejuice" begann für Keaton eine erfolgreiche Liaison mit Regisseur Tim Burton. Die schwarze Komödie machte den Geist "Beetlejuice" und damit Michael Keaton zum Kult. Und das, obwohl er gerade mal in 17,5 von 92 Minuten Filmlänge zu sehen ist. Besonders realistisch wurde die Darbietung Keatons dadurch, dass er den Großteil seines Textes improvisierte. 

Die Produktionskosten von "Beetlejuice" lagen etwa bei 15 Millionen Dollar, an den Kinokassen spielte er alleine in den USA über 73 Millionen Dollar ein und war damit ein Riesenerfolg für Tim Burton und die Schauspieler. Für die Horror-Komödie gab's einen Oscar für das beste Make-Up.

Bild: Michael Keaton als "Beetlejuice" (1988) Ein Jahr später schlüpfte Keaton, erneut unter Regisseur Tim Burton, in den Gummianzug der Fledermaus. "Batman" erblickte damit nach 1962 das zweite Mal das Licht der Leinwand und schlug ein wie eine Bombe. Über 413 Millionen Dollar spielte "Batman" bei einem Budget von 35 Millionen Dollar ein. Neben Keaton als Batman/Bruce Wayne standen Jack Nicholson als Joker und Kim Basinger als Vicky Vale - Batmans Geliebte - vor der Kamera. 

Bild: Michael Keaton als "Batman" (1989) In der Fortsetzung "Batmans Rückkehr" durfte Keaton dann mit "Catwoman" Michelle Pfeifer "kuscheln". Als Widersacher stand ihm Danny DeVito als Pinguin und Christopher Walken als Max Shreck gegenüber. Der zweite Fledermaus-Teil mit Michael Keaton spielte "nur" 266 Millionen Dollar ein. Da für den darauffolgenden Teil Tim Burton durch Joel Schumacher ersetzt wurde, stieg auch Michael Keaton aus.

Bild: Michelle Pfeifer und Michael Keaton in "Batmans Rückkehr" (1992) In "Viel Lärm um nichts" schlüpfte der mittlerweile weltbekannte Schauspieler in ein historisches Kostüm. An der Seite von Kenneth Branagh, Emma Thompson, Richard Briers, Keanu Reeves, Kate Beckinsale und Denzel Washington spielte er in der Shakespeare-Verfilmung den "Dogberry". 

Bild: "Viel Lärm um nichts" (1993) Eine ernste Rolle übernahm Keaton in "Mein Leben für Dich". Er spielte den Chef einer erfolgreichen Werbeagentur der erfährt, dass er Lungenkrebs hat. Seine Frau (Nicole Kidman) ist schwanger und er befürchtet, dass er sein Kind nie sehen wird. Deshalb beginnt er Videobänder aufzunehmen, auf denen er von seinem Leben erzählt. Die Kritikern lobten seine Darstellung.

Bild: Nicole Kidman und Michael Keaton in "Mein Leben für Dich" (1993) 1994 widmete sich Keaton dann wieder einer Komödie und wurde "Sprachlos". Als Redenschreiber für einen Politiker verliebt er sich in die Wahlkampfmanagerin des Konkurrenten, gespielt von Geena Davis. 
Der Film basiert auf dem Verhältnis von Bill Clintons Wahlkampfstrategen James Carville und seiner späteren  Ehefrau Mary Matalin - der Assistentin von George Bush. 

Bild: "Sprachlos" (1994) Komödiantisch ging es weiter. In "Schlagzeilen" parodierte er gemeinsam mit Robert Duvall und Glenn Close den Alltag in einer Zeitungs-Redaktion. Von den Kritikern geliebt, spielte der Film in den USA fast 39 Millionen Dollar ein.

Bild: "Schlagzeilen" (1994) Gleich vier Rollen spielte Keaton in der Komödie "Vier lieben Dich". Damit er mehr Zeit für sich und seine Familie hat, lässt sich der Bauingenieur Doug Kinney klonen. Die Kritiker zerrissen den Film und auch bei den Zuschauern kam er nicht an. Bei 45 Millionen Dollar Produktionskosten, spielte er lediglich 34,1 Millionen ein.

Bild: Vier Mal Michael Keaton in "Vier Lieben Dich" (1996) 1997 spielte der aus einer irisch-schottischen Familie stammende Schauspieler die Rolle des "Ray Nicolette" in Quentin Tarantino"Jackie Brown". Neben Keaton spielten auch Pam Grier, Samuel L. Jackson, Robert Forster, Bridget Fonda, Robert De Niro und Chris Tucker in der starbesetzten Gangsterkomödie.

Bild: (v.l.) Robert Forster, Michael Keaton, Samuel L. Jackson, Pam Grier, Robert De Niro, Bridget Fonda in "Jackie Brown" (1997) Für "Out of Sight" schlüpfte er ein zweites Mal in die Rolle des "Ray Nicolette". Allerdings arbeitete dieser, anders als in "Jackie Brown" nicht mehr beim ATF (Bureau of Alcohol, Tobacco, Firearms and Explosives) sondern beim FBI. Keaton hatte allerdings nur eine Nebenrolle, die Hauptrollen waren für George Clooney und Jennifer Lopez reserviert. Regie führte Steven Soderbergh.

Bild: Michael Keaton und Jennifer Lopez in "Out of Sight" Komödien blieb Keaton aber auch weiterhin treu. So zum Beispiel bei "Jack Frost", für den er auch selbst den Titelsong sang, oder ...

Bild: "Jack Frost" (1998) ... in "Herbie: Fully Loaded – Ein toller Käfer startet durch" an der Seite von Lindsay Lohan.

Bild: "Herbie: Fully Loaded – Ein toller Käfer startet durch" (2005) Auch in Horrorthrillern spielte Keaton ab und an die Hauptrolle. Sein bekanntester Film dieses Genres ist "White Noise – Schreie aus dem Jenseits" in dem er einen verwitweten Architekten spielt, der versucht, mittels Video- und Tonbändern, Stimmen aus dem Jenseits - besonders die seiner Frau - zu empfangen. Kritikern bezeichneten den Film als "enttäuschend".

Bild: Keaton in "White Noise – Schreie aus dem Jenseits" (2005) Neben der Kinofilm-Karriere war und ist Keaton aber auch für das Fernsehen tätig. Besonders in der Miniserie "The Company" brillierte er als CIA-Agent "James Jesus Angleton". Die Serie dreht sich um die CIA Machenschaften und den Kampf zwischen CIA und KGB während des Kalten Krieges.


Bild: (v.l.) Michael Keaton, Chris O’Donnell und Alfred Molina in "The Company" (2007) Mit "The Merry Gentleman" feierte Keaton 2008 sein von den Kritikern hochgelobtes Regiedebüt. In dem Drama spielt er einen verzweifelten Auftragskiller, der von einer Frau vom Selbstmord abgehalten wird. Kritiker bescheinigten Keaton eine "vielversprechende" Zukunft als Regisseur. An den Kinokassen floppte der Film trotzdem.

Bild: "The Merry Gentleman" (2008) 2010 folgte abermals eine Actionkomödie. In "Die etwas anderen Cops" schlüpfte Keaton wieder in eine Polizeiuniform. Mit klingenden Namen wie Will Ferrell, Mark Wahlberg, Samuel L. Jackson, Dwayne "The Rock" Johnson und Eva Mendes war der Film starbesetzt und spielte bislang über 170 Millionen Dollar ein.

Am 5. September feiert er seinen 60. Geburtstag.

Bild: "Die etwas anderen Cops" (2010)
(KURIER.at / moe) Erstellt am
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