ORF-General Wrabetz (re.) und ÖVP-Stiftungsrat Zach

© APA/HERBERT NEUBAUER

Kultur Medien
12/11/2018

Wrabetz muss beim ORF-Budget nachsitzen

ORF-Stiftungsrat fordert mehr Geld fürs Programm. Druck auf Umsetzung von Strukturreformen steigt. Armin Wolf wird Thema.

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz muss bis zur Stiftungsratssitzung am Donnerstag das Budget für 2019 überarbeiten. Von ÖVP-Seite wurde im Finanzausschuss am Montag mehr Geld fürs Programm, mehr Dynamik bei der Digitalisierung und Reformen bei der Struktur eingefordert. Bei letzterem ist immer wieder die ORF-Technik, der personell stärksten Bereich, sowie ihre mögliche Auslagerungen ein Thema.

Es geht fürs Erste um zusätzliche Einsparungen im niedrigen zweistelligen Millionen-Bereich beim Ein-Milliarde-Umsatz-Unternehmen. „Wir brauchen mehr Mittel fürs Programm. Die Gebührenzahler sind daran interessiert, dass ihr Geld dort hinfließt - und nicht in veraltete Strukturen“, erklärte ÖVP-Stiftungsrat Thomas Zach der APA.

Im vorläufigen Budgetvoranschlag des nicht auf Gewinn ausgerichteten ORF war ein Plus von 15 Millionen Euro ausgewiesen gewesen. Allerdings steht noch nicht der Gehaltsabschluss fest - die Verhandlungen laufen noch, wie Zentralbetriebsratsvorsitzender Gerhard Moser erklärte. Die Vorgänge im Finanzausschuss nannte Moser ein „absolutes Novum“ und einen „klaren Misstrauensantrag gegen Generaldirektor und Finanzdirektor“.

Tweet des Anstoßes

Am Donnerstag treten die Stiftungsräte zum letzten Mal für heuer zusammen. Auf der Tagesordnung stehen neben dem Finanzplan 2019 unter anderem das Jahressendeschema für die ORF-Sender und somit auch die Programmreformen in ORF eins und ORF 2.

Auch das Thema „SocialMedia Richtlinie“ beschäftigt den Stiftungsrat wieder, zugleich können die Räte einmal mehr über „Zeit im Bild 2“-Moderator ArminWolf diskutieren. „Stand Ausarbeitung Social Media Richtlinie am Beispiel Tweet Armin Wolf vom 28.10.2018“ lautet der Tagesordnungspunkt 9. Wolf hatte kritisiert, dass das von Norbert Hofer (FPÖ) geführte Verkehrsministerium Verschärfungen im Führerscheingesetz unter anderem mit Schummeleien „arabischer Clans“ begründet hatte.

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