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Kultur Medien
09/02/2020

Stiftungsrat Zach: „Ist nicht die Zeit, auf Wahlkampf zu machen“

Der ORF sucht eine Strategie für die nächsten fünf Jahre. ÖVP-Vertreter Zach fordert "Binnenpluralismus" ein.

Der ORF muss sich in den nächsten Jahren neu erfinden. Wie und wo, darüber läuft derzeit im Öffentlich-Rechtlichen ein Strategie-Prozess ab. Im Zentrum dessen stehen Themen wie die Digitalisierung, die Zukunft der einzelnen ORF-Sender und -Medien, aber auch schon künftige Strukturen.

Erst jüngst hatten Redakteursvertreter ORF-Chef Alexander Wrabetz davor gewarnt, den geplanten multimedialen Newsroom einem zentralen Chefredakteur zu unterstellen. Wrabetz hat solche Pläne umgehend zurückgewiesen. Dieser Newsroom wird das Herzstück der gesamten ORF-Information und soll 2021 fertiggestellt werden.

„Natürlich gilt auch im ORF die klassische Management-Weisheit: Zuerst kommt die Strategie, dann folgt die Struktur“, meint dazu der türkise Stiftungsrat Thomas Zach. Er leitet die Arbeitsgruppe des obersten ORF-Aufsichtsgremiums, das im Dezember die dann bis 2025 gültige ORF-Strategie beschließen wird. Auch mit dem neuen Newsroom „muss der Binnenpluralismus, also die Vielfalt der Meinungen, Zugänge und Themen in der Information gewahrt bleiben. Das erwarten sich die Gebührenzahler zurecht vom ORF.“

ORF-Wahl

2021 steht nicht nur der Newsroom im ORF-Zentrum, sondern auch eine neue Unternehmensspitze. Die nun zu beschließende Strategie wird deren Leitlinie. Auch Wrabetz muss sich bei der Wahl im August, so wie alle bisherigen Direktoren, erneut bewerben. „Jetzt ist aber nicht die Zeit, um auf Wahlkampf zu machen. Jetzt ist die Zeit der Arbeit Es gibt durch den Bau eine einmalige Möglichkeit, den ORF zukunftsfit aufzustellen. Aber auch Herausforderungen wie Corona und die wirtschaftlichen Folgen müssen erst einmal bewältigt werden. Also Fokus bitte zunächst darauf“, betont Zach.

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