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Kultur Medien
03/20/2019

Florian Teichtmeisters Fall für Hartgesottene

Neue Folge der Erfolgsreihe „Die Toten von Salzburg“ hat starke Konkurrenz durch weitere ROMY-Nominierte

Für sein heißes Quellwasser ist Bad Gastein weltberühmt. Das wissen auch die Ermittler in der neuen Folge der Erfolgsreihe „Die Toten von Salzburg“ (20.15, ORF2). Doch müssen ROMY-Nominee Florian Teichtmeister als im Rollstuhl sitzender Major Peter Palfinger sowie sein konsequent schlecht gelaunter Kollege Hubert Mur (gespielt von Michael Fitz) in „Mordwasser“ mit den negativen Seiten der Sprudelquelle umgehen. Denn die männliche Leiche, die im malerischen Gastein aufgetaucht ist, wurde genau in diesem heißen Quellwasser regelrecht gesotten. Die Gerichtsmedizin ist ratlos, die Beamten auch. Erst als wenigstens die Identität des Toten – es handelt sich um einen skrupellosen Baulöwen – geklärt ist, kommen Palfinger und Mur so richtig auf Touren. Doch nichts ist so, wie es scheint …

Glücksfall

„Die Rolle ist nach wie vor einfach ein riesiger Glücksfall“, erklärt Teichtmeister. „Bad Gastein war natürlich von den geografischen Gegebenheiten einerseits beeindruckend, andererseits eine Herausforderung. Mit dem Rollstuhl stößt man da schon an seine Grenzen.“ Außerdem tue sich in der Rolle für Major Peter Palfinger so viel an persönlicher Weiterentwicklung in dieser Folge, „das ist sehr befriedigend mitzuerleben und mitzugestalten. Er lernt viel dazu und findet auch eine Freundschaft, in der er sich endlich gut aufgehoben fühlt“, so Teichtmeister weiter.

Weil „Die Toten von Salzburg“ auch in Deutschland erfolgreich sind – im Jänner übertrumpfte das ZDF damit das RTL-„Dschungelcamp“ – sind weitere Ausgaben längst auf Schiene. Der fünfte Teil „Wolf im Schafspelz“ soll noch 2019 im ORF zu sehen sein. Die Dreharbeiten zum sechsten Film sollen im Frühjahr über die Bühne gehen.

Viel ROMYnenz

Zeitgleich mit Teichtmeister sind weitere ROMY-Nominierte am Werk: So etwa Philipp Hochmair im ARD-Streifen „In der Falle“ (20.15), der deutlich vom Fall der BMW-Großaktionärin Susanne Klatten inspiriert ist. Auch hier geht es um eine verhängnisvolle Affäre einer Karriere-Frau, die aus ihrer familiären und beruflicher Ordnung ausbricht – samt nachfolgender Erpressung. Sie wählt einen ähnlichen Weg wie Quant-Erbin, geht damit an die Öffentlichkeit und riskiert damit alles.

Christiane Paul ist im Hauptabend auf ARTE im hochklassig besetzten Drama und Kino-Hit „Die Welle“ zu sehen, das auf dem gleichnamigen, legendären Jugendbuch-Klassiker von Morton Rhue fußt. Dabei gerät in einer Schule ein Sozial-Experiment über die NS-Zeit und Autokratie aus den Fugen und ufert in Gewaltakte aus. Die machtvolle Bewegung „Die Welle“ zu stoppen, erweist sich als unerwartet schwierig und zieht gravierende Folgen nach sich.

Beenden kann man den Fernsehabend am Mittwoch sehr gut mit Wolfgang Murnbergers ausgezeichnetem Fernseh-Film „So wie du bist“ (23.50, ORF2). Christopher Schärf gibt hier den geradlinigen Sohn der pensionierte Richterin Helene (Gisela Schneeberger), die sich nach einem angetrunken verursachten Unfall um eine junge Frau mit Downsyndrom kümmert.