Linzer Filmfestival: 30.000 Euro weniger
Das Linzer Filmfestival Crossing Europe hat heuer mit rund 480.000 Euro um 30.000 Euro weniger Budget zur Verfügung als im Jahr zuvor. Großsponsor A1 muss nach eigener Aussage "kostenbewusst agieren" und unterstützt die Veranstaltung nicht mehr. "Das haut einen total zurück", bedauerte Intendantin Christine Dollhofer am Mittwoch im Gespräch mit der APA. Rund 150 europäische Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme werden von 24. bis 29. April gezeigt.
Schweizer Kracher statt Rakete
Abgesehen von A1 würden so gut wie alle bisherigen Partner - darunter Hauptsponsor Silhouette - Crossing Europe aber weiterhin unterstützen, berichtete die Festivalleiterin. Die Situation vor dem zehnjährigen Jubiläum im kommenden Jahr sei dennoch schwierig. Dollhofer: "Angesichts der Sparpakete bin ich skeptisch, ob wir 2013 überhaupt einen Schweizer Kracher zünden können. Von einer Rakete spreche ich erst gar nicht."
Grund zur Freude bereitet den Veranstaltern die "rekordverdächtige" Zahl der Einreichungen zum diesjährigen Festival. Mehr als 900 Produktionen wurden gesichtet, 200 davon kamen aus der Region. Eröffnet wird Crossing Europe mit vier Filmen, zwei davon stehen bereits fest: In "Six Million And One" spürt Regisseur David Fisher gemeinsam mit seinen Geschwistern der KZ-Vergangenheit des Vaters in Oberösterreich nach. Die animierte Doku "Crulic - The Path To Beyond" von Anca Damian erzählt die Geschichte eines inhaftierten Rumänen im Hungerstreik. Unter dem Motto "It`s Animated!" hat sich das Festival heuer einem eigenen Schwerpunkt zu dem Thema verschrieben.
INFO: Crossing Europe Filmfestival
Linz, 24. bis 29. April 2012; Festivalbüro erreichbar unter Tel. 0732/785700
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