Elizabeth T. Spira verstarb im heurigen März.

© ORF/Milenko Badzic

Kultur
09/02/2019

Kuppler(in) gesucht: Wer soll Elizabeth T. Spira nachfolgen?

Die "Liebesg'schichten" bogen ins Finale. Der KURIER stellt zehn mögliche Kandidaten vor, die in ihre Fußstapfen passen könnten.

Die letzte Staffel blieb ihre unvollendete: Elizabeth T. Spira, Reportagelegende und Kupplerin der Nation, konnte ihre „Liebesg’schichten und Heiratssachen“ nicht mehr selbst vollenden, als sie im März starb. Es gab dennoch genug Material, um ohne das Mastermind der Sendung eine ganze Staffel fertig zu schneiden. Heute lief um 20.15 Uhr die letzte Kandidatenfolge und damit ist die Frage aller Fragen virulent: Wer soll Spira in diesem wichtigen Format beerben? Wer könnte das überhaupt? Der KURIER nahm dies zum Anlass, mögliche Kandidatinnen und Kandidaten zu beleuchten. Muss es eine Frau sein? Braucht es einen journalistischen Background? Mehr Glamour?

Im ORF ist noch nichts spruchreif, fix dürfte aber nach allem menschlichen Ermessen sein, dass die „Liebesg’schichten“ nicht ohne weiteres eingestellt werden – dafür sind sie zu erfolgreich. Auch in der aktuellen Staffel kratzten fast alle Folgen an der 900.000-Seher-Marke oder lagen darüber. Die Marktanteile zeigen, dass fast ein Drittel der österreichischen Fernsehzuschauer auf die „Liebesg’schichten“ schalten, zahlreiche Seher aller Altersschichten begleiten die Sendung mit Whatsapp-Gruppen oder via Social Media. Und nicht zuletzt: Einsame Herzen finden neue Partner. Die möglichen Kandidaten im Überblick:

Claudia Reiterer

Was für sie spricht:

  • Wie Elizabeth T. Spira  eine Vollblutjournalistin.
  • Verfügt über eine große Bandbreite, die  von  „ZiB“ bis „Dancing Stars“ reicht.
  • Ist imstande, auch im Small Talk auf Kleinigkeiten zu achten – die große Kunst der Elizabeth T. Spira.

Was gegen sie spricht:

  • „Im Zentrum“ ist ihre Sendung, daneben ginge sich die umfangreiche Recherche wohl nur schwer aus. Und wer sollte wiederum sie beerben?

 

Vera  Russwurm

Was für sie spricht:

  • Prominent und ein Fixstern der „Kronen Zeitung“.
  • Könnte ein breitenwirksames ORF-Engagement durchaus vertragen.
  • Sie öffnet ihre Interviewpartner.

Was gegen sie spricht:

  • Sie öffnet ihre Interviewpartner vielleicht etwas zu sehr.
  • Sie stellt Fragen der Marke „Wie schockiert waren Sie...?“   

     

Peter Resetarits

Was für ihn spricht:

  • Nichts Menschliches ist ihm fremd. 
  • Glaubwürdiger Helfer in der Not (und eine solche  ist Singlesein manchmal auch).
  • Kennt man, mag man.

Was gegen ihn spricht:

  • Soll ein Mann der Kupplerin der Nation nachfolgen?
  • Vielleicht etwas zu trocken für Erörterungen von Liebesfragen. 

     

Nina Horowitz

Was für sie spricht:

  • Als „Am Schauplatz“-Reporterin in gekonnten Fragen geübt.
  • Hätte sich einen Platz in der ersten ORF-Reihe durchaus verdient.
  • Seriös, aber nicht fad.
  • Wäre ein frischer Zugang zu einem altbewährten Format.

Was gegen sie spricht:

  • Kaum ein Seher kennt ihr Gesicht.

Arabella Kiesbauer

Was für sie spricht:

  • Mit „Bauer sucht Frau“ die zweitwichtigste Kupplerin der Nation.
  • Holt auch aus den verschlossensten Landwirten die zentralen Sätze heraus.

Was gegen sie spricht:

  • Kiesbauer wird eher mit Privatsendern (ProSieben, ATV) assoziiert.
  • Als direkte Nachfolgerin der leisen Spira ein krasser Bruch:  Betritt Kiesbauer einen Raum, steht sie automatisch sofort im Mittelpunkt.  

Elisabeth Scharang

Was für sie spricht:

  • Beweist und bewies auf FM4 ihre Interviewkompetenz.
  • Kann sich fachkundig in Menschen einfühlen, ohne sie zu therapieren.
  • Bringt Qualität zur Quote und entspräche damit ihrer Vorgängerin.

Was gegen sie spricht:

  • Ist leider unbekannt.
  • Vielleicht etwas zu hip für Drehs bei Otto Normalverbraucher. 

     

Ingrid Thurnher

Was für sie spricht:

  • Hat Interviewführung im kleinen Finger.
  • Hat sich bereits mehrmals beruflich neu erfunden – und das mit Erfolg.
  • Flößt Sehern und Interviewten Vertrauen ein.

Was gegen sie spricht:

  • Was würde ORF III ohne sie machen?
  • Ist Politikexpertin. Und das Kuppeln wäre eine Themenverfehlung.  

Andi Knoll

Was für ihn spricht:

  • Ö3-Mann, Mr. Eurovision, Moderator für alle Fälle: Was kann der Mann nicht?
  • Hat ein glaubwürdwürdig großes Herz.
  • Eine der positivsten Ausstrahlungen der Fernsehbranche.

Was gegen ihn spricht:

  • Trifft den Ton – nur welchen? („Hat uns die den Sch...“)
  • Ist womöglich eher ein Mann der Bühne als des intimen Gesprächs. 

Barbara Stöckl

Was für sie spricht:

  • Wird aktuell unter ihrem Wert verkauft.
  • Hat von „Millionenshow“ bis „Stöckl“ schon (fast) alles moderiert.
  • Kann Qualität bis Boulevard überzeugend abliefern.

Was gegen sie spricht:

  • Hängt mit „Stöckl“ aktuell etwas in der Beliebigkeitsschleife.
  • Und warum nicht Claudia Stöckl?  

     

Hanno Settele

Was für ihn spricht:

  • Der Reporter für alle Fälle ist immer für Überraschungen gut.
  • Der wandlungsfähigste Kandidat:  Von USA-Korrespondent bis Wahlfahrer ist alles drin. Warum also nicht Kuppler?
  • Geheimwaffe: Irritierend lustiger Schmäh mit Vorarlberger Einschlag (den niemand in Frage stellen würde).

Was gegen ihn spricht:

  • Settele ist fix auf ORFeins gebucht. Und eigentlich ein Deutscher.
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