© Reuters/STAFF

Kunst aus der Ferne
09/30/2014

Ai Weiwei verwandelt englisches Schloss

50 Werke des chinesischen Künstlers schmücken das Blenheim Palace nahe Oxford.

Aus der Ferne hat der chinesische Künstler und Regimekritiker Ai Weiwei das Schloss Blenheim Palace nahe Oxford verwandelt. Etwa 50 seiner Werke schmücken nun das 300 Jahre alte Gebäude, in dem Winston Churchill 1874 geboren wurde. Die Ausstellung "Ai Weiwei at Blenheim Palace" wird morgen, Mittwoch, eröffnet und läuft bis 14. Dezember.

Mithilfe von 3D-Technologie, Zeichnungen und Modellen konnte sich Ai Weiwei, der China nicht verlassen darf, in seinem Studio in Peking ein Bild von Blenheim Palace machen, einem der schönsten Schlösser Englands. Dem Künstler und den Organisatoren ging es darum, das 1704 erbaute Schloss durch eine Verbindung von Geschichte und zeitgenössischer Kunst für die Besucher "relevant" zu machen, wie Hausherr Edward Spencer-Churchill sagte.

In der großen Eingangshalle glitzert nun ein riesiger Kronleuchter, traditionelle China-Vasen sind mit schillernder Metallic-Autofarbe übermalt. Vor dem Kamin im Roten Salon "krabbeln" 2.300 von Ai Weiwei geformte und bemalte Porzellankrebse auf dem Boden, und auf einem 45 langen Teppich sind symbolische Spuren der Unterdrückung zu erkennen. Über der großen Bücherei wacht eine weiße Marmor-Kamera.

Erst in der vergangenen Woche wurde eine spektakuläre Ai Weiwei-Schau auf der ehemaligen Gefängnisinsel Alcatraz in der Bucht von San Francisco eröffnet.

Link: www.blenheimartfoundation.org.uk

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.