Ein Fest: „Fledermaus“ mit Jonas Kaufmann an der Staatsoper

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Strauss-Feierstunde zu Silvester an der Wiener Staatsoper.

Sechs Stunden vor Ablauf der Frist wurde der Jubilar Johann Strauss (Sohn) dessen Geburtstag sich 2025 zum 200. Mal jährte, doch noch geehrt. Denn um 18 Uhr hob Markus Poschner die traditionelle Aufführung dessen bedeutendster Operette „Die Fledermaus“ in der Wiener Staatsoper an. An diesem Abend kam es endlich dazu, worauf das Strauss-Jahr vergeblich warten ließ: man demonstrierte die Faszination Strauss.

Wie Markus Poschner, der am Pult in diesem Graben debütierte, diese Musik zum Klingen bringt, ist phänomenal. Elektrisierend hält der künftige Chef des RSO durchgehend die Spannung. Die anderen Debütanten komplettieren diese Hommage. 

Jonas Kaufmann bringt für den Eisenstein alles mit: Charme, Schmäh und Spielfreude, der er sich in Otto Schenks Pracht-Inszenierung mitreißend hingibt, auch sprachlich, mit einem gespielten wienerischen Idiom. Das dunkle Timbre seiner Tenorstimme besticht. Diana Damrau betört als quirlig-resolute Rosalinde mit ihrem vollen Sopran. Ihre „Klänge der Heimat“ gestaltete sie spielerisch mit ungarischem Akzent.

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Jörg Schneider, eine Luxusbesetzung als Alfred, Daria Sushkova als viriler Orlofsky, Ilia Staple (Adele), Adrian Eröd (Falke), Jochen Schmeckenbecher (Frank) sind Teil dieser beglückenden Besetzung. Exzellent der Chor. 

Michael Niavarani (Frosch) inkludiert in seine kabarettistische Glanzleistung, Trump, Putin, Grasser und Benko. Ovationen.

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