Kultur 24.04.2012

Köln: Kunstwerke gehen weg wie warme Semmeln

Mehr als 60.000 Besucher waren auf der Art Cologne. Die Galeristen der Kölner Kunstmesse verkauften Werke in Millionen-Höhe.

Verkaufte Gemälde für mehrere Millionen Euro konnten Galeristen auf der diesjährigen Kunstmesse Art Cologne in Köln verbuchen. Mit drei Millionen US-Dollar (etwa 2,3 Millionen Euro) sei "Der Soldat" von Maler Georg Baselitz das teuerste Stück gewesen, teilte der Veranstalter zum Abschluss der Messe am Sonntag mit. Für 1,1 Millionen Euro wurde das Bild "Picasso" von Andy Warhol verkauft.

"Besser und stärker", so lautete das Urteil des Londoner Galeristen David Juda über die 46. Art Cologne. "Die Qualität ist gut, wir haben einen ausgezeichneten Eindruck gewonnen". "Das war wieder eine erfolgreiche Messe für uns", bilanzierte der Dortmunder Galerist Wilfried Utermann. Er gab gleich zu Anfang die Großskulptur "Cluster of Cubes" von George Rickey an einen privaten Sammler ab. Auch Salis & Vertes trennten sich von kapitalen Arbeiten wie Emil Noldes Gemälde "Puppe und Hampelmann" und Franz Marcs "Wäscherin mit Kind" und freuten sich über "gute Stimmung, motivierte Besucher und interessante Fragen". Umsätze wurden in allen Bereichen getätigt, viele Galeristen verkauften Werke ihrer jüngeren Künstler.

An fünf Tagen kamen nach Angaben der Veranstalter mehr als 60.000 Besucher zur Art Cologne, um sich die Angebote von etwa 200 Galerien aus dem In- und Ausland anzuschauen. Die Art Cologne ist die älteste Kunstmesse der Welt. Sie wurde 1967 als "Kunstmarkt Köln" von den Kölner Galeristen Hein Stünke und Rudolf Zwirner begründet.

( APA ) Erstellt am 24.04.2012