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Interview
11/03/2012

Katie Melua erfüllte sich einen Traum

Sängerin Katie Melua ist nach einem Nervenzusammenbruch mit monatelangem Spitalsaufenthalt wieder fit und glücklich.

Nach der Trennung von Kooks-Sänger Luke Pritchard und einem Nervenzusammenbruch mit monatelangem Spitalsaufenthalt infolge Überarbeitung ist Katie Melua jetzt wieder glücklich. Anfang September heiratete die aus Georgien stammende Londonerin den Motorrad-Rennfahrer James Toseland. Und mit der CD "Secret Symphony" erfüllte sie sich einen musikalischen Wunschtraum.

KURIER: Die Idee zu "Secret Symphony" kam Ihnen, als Sie von einem Festival in Stuttgart zu einer Show mit Orchester geladen wurden.
Katie Melua:
Das war das beste Konzert meiner Karriere. Ich hatte zwei Wochen davor meine Stimme verloren, bekam sie erst zwei Tage davor wieder und war so glücklich, dass ich doch auftreten konnte. Denn mit einem Orchester zu singen, ist fantastisch. Ich hatte immer schon Streicher auf meinen Alben, aber mit "Secret Symphony" wollte ich mich ausschließlich darauf konzentrieren.

Einer der Songs, die Sie selbst geschrieben haben, ist "Forgetting All My Troubles". Ich nehme an, der handelt von Ihrem neuen Glück.
Genau. Da geht es aber auch darum, aus der Vergangenheit zu lernen. Denn ich liebe meinen Job und habe deshalb früher nur gearbeitet, mein Glück nur daran gehängt. Der Zusammenbruch hat mir gezeigt, dass ich auch ein anderes Leben brauche, etwa in Kunstgalerien oder spazieren zu gehen, oder mit Freunden und der Familie ins Kino.

Sie engagieren sich für die Umwelt und waren mit der Organisation "Project Earth" bei den Inuit in der Arktis. Warum zog es Sie gerade dorthin?
Weil das der schönste Platz auf der Welt ist und es immer schon mein Traum war, dort hinzukommen. Und weil diese wunderbare Welt der Inuit gefährdet ist. Wir haben zwar keine Eisberge schmelzen gesehen, dazu waren wir zu wenig weit nördlich. Aber die Inuit haben mir erzählt, dass sie wegen der globalen Erwärmung das Wetter nicht mehr vorhersagen können. Außerdem wurden ihre Möglichkeiten, Eisbären zu jagen, eingeschränkt. Die stehen auf der Liste der bedrohten Arten, und das ist eigentlich sehr gut. Allerdings sind diese Bären ihre Lebensgrundlage.

Denken Sie angesichts solch zwiespältiger Situationen nicht manchmal, dass es für die Umwelt ohnehin zu spät ist?
Im Zweifel denke ich an Jane Goodall, die immer so mutig und voll Hoffnung ist. Und wir haben ja auch schon Einiges erreicht. Vor zwanzig Jahren wusste keiner, was Recycling ist. Heute macht es jeder. Heute weiß jeder, dass der Regenwald brennt und was das bedeutet.

Aber das allein nützt ja noch nichts ...
Natürlich nicht. Aber ich glaube, dass dieses Bewusstsein in der Bevölkerung Druck auf die Politiker ausübt. Und mit der Zeit wird es da – sehr langsam, aber stetig – ein Umdenken und entsprechendes Handeln geben.

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