Kultur 26.12.2011

"Jopie" wird in München begraben

© Bild: APA_FREDRIK VON ERICHSEN

Johannes Heesters soll am Freitag auf dem Münchner Nordfriedhof beigesetzt werden. Es ist eine große Trauerfeier geplant.

Trauer um Johannes Heesters: Kollegen und Wegbegleiter haben den am Heiligen Abend gestorbenen Schauspieler, Sänger und Entertainer gewürdigt. "Charme, Eleganz und Leichtigkeit waren sein Markenzeichen", erklärte der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer. Die österreichische Kulturministerin Claudia Schmied bezeichnete Heesters als "Jahrhundertkünstler". Heesters soll am Freitag auf dem Münchner Nordfriedhof beigesetzt werden. "Es wird eine große Trauerfeier", sagte der Inhaber des Starnberger Beerdigungsinstituts Zirngibl, Rudolf Zirngibl, am Sonntag. Ein katholischer Pfarrer aus Heesters` Wohnort Starnberg werde die Predigt halten.

Der Grandseigneur der Operette war zu Weihnachten im Alter von 108 Jahren im Klinikum Starnberg den Folgen eines schweren Schlaganfalls erlegen. Er sei um 10.15 Uhr im Beisein seiner Frau "friedlich verstorben", teilte das Klinikum mit. Der gebürtige Niederländer hatte mit seiner 45 Jahre jüngeren Ehefrau Simone Rethel-Heesters bis zuletzt am Starnberger See gewohnt.  Auf einem Pfosten am Gartenzaun vor dem Wohnhaus des Paares stand am Christtag eine erloschene Kerze mit einem roten Kreuz.

Heesters galt als der älteste aktive Schauspieler, Sänger und Entertainer der Welt. Er gehörte zu den populärsten Bühnendarstellern des 20. Jahrhunderts und wurde vor allem mit Operettenrollen bekannt.

Vor nicht einmal zwei Monaten hatte er bei seinem letzten großen Auftritt zum 50-jährigen Bestehen der Komödie im Bayerischen Hof in München das Publikum begeistert. "Es war großartig, alle waren total beeindruckt", würdigte Intendantin Margit Bönisch am Sonntag Heesters. Noch in diesem Jahr hatte Heesters zudem in einem Kurzfilm die Rolle des Petrus übernommen, der Ende November in München Premiere hatte. Zuletzt stand die Verfilmung einer Tschechow-Erzählung in seinem Terminkalender.

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Erstellt am 26.12.2011