Jazzfestival Saalfelden: "Pussy Riot" im Pinzgau

Jazzfestival Saalfelden: "Pussy Riot" im Pinzgau
International, orchestral, phänomenal – die Klangfarbigkeit der Bigbands und „ein Statement gegen diesen Unrechtskrieg“

Die Stille ist die Leinwand des Musikers. Im Wald, am Berg, auf der Alm, ehe Künstler ihre Instrumente auspacken und auf Wanderungen die Stille in der Naturkulisse mit freien Tönen tätowieren.

Sekundenlange stumme Anspannung auch am Samstag, einem Festtag für die Freunde des Big Band Jazz im Congress von Saalfelden, kurz bevor Christoph Cech mit seinem 17-köpfigen Klangkörper mit „Boogie Creole“ kraftvoll abhebt in den Himmel der großorchestralen Sounds.

Wo die Fadesse Hausverbot und alles Kopflastige Generalpause hat beim expressiven „Cebedeus“ und dem straight forward drängenden „Homeride“. Anders als beim Lisbon Underground Music Ensemble am Vortag greift hier alles harmonisch ineinander, wenn in „Seren“, einem Wechselbad der Gefühle, die singende Geigerin Jelena Popržan ihr Solo hat.

Wenn das stark von George Gershwin inspirierte „A Foxy Day“ den Spaß an der Freud’ aller Beteiligten offenbart und sich Bandleader Cech beim von E-Bass und Piano akzentuiert vor sich hinschunkelnden „Andante im Nebel“ ein kleines Tänzchen nicht verkneifen kann. Und am Ende bei „Shorty“ noch einmal das Blech der Bläser blitzt.

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