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Kultur
08/05/2021

„In Memoriam Ismael Ivo“: Begegnungen Menschen aller Kontinente

Kritik. Das ImPulsTanz-Festival gedachte würdig seines Mitbegründers

Es war ein würdiger Abschied, den Karl Regensburger und das Team von ImPulsTanz ihrem im April an Covid-19 in seiner Heimatstadt São Paulo verstorbenen Mitbegründer Ismael Ivo am Sonntag im Volkstheater bereiteten. „800 Freunde sind gekommen, es gelingt ihm auch jetzt noch, Theater zu füllen“ stellte Regensburger am Beginn des fast dreistündigen Abends fest.

Es wurde nicht nur an den vielseitig begabten, charismatischen Tänzer und Choreografen erinnert, der in Filmeinspielungen präsent war. Auch seine pädagogischen Talente kamen nicht zu kurz, seine Überzeugungskraft, alle Menschen zum Tanzen zu bringen, nicht nur Profis. Dazu sein soziales, auch politisches Engagement gegen Diskriminierung, gegen Rassismus, und sein so fester Glaube an die Kraft des Tanzes als Mittel zur Kommunikation von Menschen, die durchaus verschiedene Einstellungen und Meinungen teilen.

Aus diesem Geist heraus kehrte die 77-jährige Ikone des deutschen Tanztheaters Susanne Linke mit einem hinreißenden Solo noch einmal auf die Bühne zurück, schufen auch Ivo Dimchev, Doris Uhlich und Akemi Takeya von Ismael Ivos Stil geprägte neue Beiträge, während Chris Haring, die große Tänzerin Louise Lecavalier, Dada Masilo und Breanna O’Mara in einem Ausschnitt aus einem Stück von Pina Bausch eindrucksvoll bewiesen, wie sehr ihr Wirken mit Ismael Ivo verbunden ist. Außergewöhnlich waren die Mediationen und Gebete des Tänzers und Voodoo-Priesters Koffi Kôkô und der eben mit dem Goldenen Löwen für ihr Lebenswerk ausgezeichneten 77-jährigen Germaine Acogny, beide von großer Bedeutung für den afrikanischen Gegenwartstanz.

Begegnungen von Jung und Alt, von Studierenden und lehrenden Menschen aller Kontinente, sie waren Ismael Ivo besonders wichtig.

Silvia Kargl

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