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Literatur
03/29/2019

In Doris Knechts Roman Nr. 5 lernen Eltern etwas dazu

Die Tochter ist "weg" (Buchtitel) und braucht Hilfe. Vater und Mutter, längst getrennt, eilen nach Kambodscha.

von Peter Pisa

Ein dummer Mann, der dank kluger Frau klüger wird – eine starke Frau, die noch stärker wird ... jetzt, im fünften Roman, ist niemand sonderlich dumm und niemand stark: Die Hauptrolle haben  Eltern, geschiedene, die jeweils längst andere Partner haben. Aber die gemeinsame Tochter ist in Gefahr, die Eltern suchen sie, denn Lotte ist „weg“.

Wissenschaft

Begleitet vom kraftvollen und trotzdem so lockeren Sound, mit dem Doris Knecht (Foto oben) schon viel über  die Wissenschaft der Beziehungen verraten hat, geht’s nach Kambodscha. So weit war die Autorin noch nie in ihren Büchern. Aber was soll man machen: Dort ist Lotte. Zwar ist sie 23, aber krank. Sie braucht täglich Tabletten.
Deshalb schließen sich die Eltern, beide Ende 40, für diese Reise zusammen: Georg ist mittlerweile Wirt in einem Dorfgasthaus in Niederösterreich, Heidi kehrte in ihre deutsche Heimat  zurück Und das wird jetzt kein Schmus.
Alle wachsen, alle wachen auf. Doris Knecht macht’s möglich. Es wird ihr  herzlich egal sein, aber: Man wächst mit, während man sich gut unterhält.

 

Doris Knecht:
„weg“
Rowohlt Berlin.
304 Seiten.
22.70 Euro.

KURIER-Wertung: ****

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