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Literatur
10/15/2019

Ihr Inspektor ist zäh wie ein sibirischer Häuselratz

Österreichischer Krimipreis für die Vorarlbergerin Alex Beer, bekannt durch ihre historischen Wien-Romane.

von Peter Pisa

Der Österreichische Krimipreis, zum dritten Mal vergeben, geht 2019 an die Bregenzerin Daniela Larcher – besser an Alex Beer, das ist das Pseudonym, unter dem sie die historische Serie um Rayonsinspektor August Emmerich im Wien der 1920er Jahre schreibt.

Die Stadt hungert, man prügelt sich um schimmelige Erdäpfel, am meisten Leben ist dort, wo die Toten hintransportiert werden: AKH, Leichenhof (heute heißt die Endstation: Sensengasse).

Nach Nürnberg

Ein Stadtrat wird umgebracht, Mordopfern fehlt die Zunge ... spätestens im dritten Teil (= „Der dunkle Bote“) hat Alex Beer den richtigen Ton gefunden: so viel Wienerisch, dass sich deutsche Leser nicht wegdrehen – alle Romane erscheinen im Münchner Limes Verlag, der zu Random House gehört.

Emmerich – besondere Kennzeichen: zäh wie ein sibirischer Häuselratz – darf sich also um Leut’ kümmern, die ab’kragelt werden. Währenddessen wird er ... verscheißert.

Am 4. November verlässt Alex Beer Wien und geht im neuen Roman ohne ihren Inspektor nach Nürnberg: „Unter Wölfen“, so der Titel, handelt von Widerstandskämpfern 1942, die den Bewohnern der Stadt die Augen aufreißen wollen – sie haben das Protokoll der Wannseekonferenz, auf der Holocaust koordiniert wurde.

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