"Holiday on Ice" in der Wiener Stadthalle: So viel Spaß macht die neue Show "Horizons"
Es gibt sie wieder zum Popcorn, die Sprünge, Pirouetten, Spiralen und Hebefiguren neben Jumps, Stunts und Speed beim Kreiseln: Holiday on Ice gastiert mit „Horizons“ (bis 1. 2.) in der Wiener Stadthalle als mutige Mischkulanz aus Zirkus, Performance und Eiskunstlauf - hochenergetisch, rhythmisch und romantisch nach dem Motto „Feel the City Beat“.
Das frei bewegliche Bühnenbild besteht aus 460 LED-Panels, hochauflösende Projektionen, mehr als zwei Millionen Lichtpixeln und mehr als 200 Quadratmetern Bildschirmfläche. Ergänzt wird das Set durch flexible Cubes und Türme auf dem Eis, die bewegt und bespielt werden.
Wie das Eintauchen in einen Ozean der Bilder wirkt „Horizons“. Wie das Spüren urbaner Vibes und Sounds von Rock und Soul bis Funk. Wie ein Eye Candy mit poppigen Kostümen, die zu Schmetterlingen werden oder sich wie Faschingsballone aufplustern.
Exaltiert und karnevalesk
Der Look ist ein Mix aus Streetwear und Glamour. Das spaßige Spektakel transponiert Großstadtfeeling in eine vor allem visuell beeindruckende Familienshow, bunter als bunt, garniert mit Good-Time-Music, u. a. „Bad Guy“ von Billie Eilish, „Born This Way“ von Lady Gaga, „Rise Up“ von Andra Day, „Shivers“ von Ed Sheeran, „Never Gonna Not Dance Again“ von P!nk und dem Kultsong „I Put A Spell On You“ von „Screamin’ Jay“ Hawkins, bekannt durch die Version von Annie Lennox.
Story gibt’s keine. Der Fokus liegt auf Stimmung, Atmosphäre, Emotion und auf den mit faszinierenden Visuals ausgestatteten Szenen in Freizeitparks, auf Festivals, im Cabaret und in Gewächshäusern mit der Anmutung von Fantasy-Abenteuern.
Der klassische Schlittschuhlauf ist längst mit modernen Showelementen, Zirkusattraktionen wie einer Artistin, die – am Haarschopf hochgezogen – durch die Luft schwebt, einem Einradler und Jongleur und raffiniert eingesetzter Technik optisch opulent aufgepeppt zu einem multimedialen Gesamtkunstwerk auf Kufen.
Die Bewegungen der 40 Eisläufer haben die lässige Eleganz der Mühelosigkeit.
Alles dreht sich am Eis zu „Somewhere Over The Rainbow“ und vor einem simulierten Feuerwerk im Hintergrund. Und beim famosen Fußkitzler „Uptown Funk“ tönt's sinnbefreit aber – vor Selbstbewusstsein triefend – gutgelaunt g’strampft „Do-Do-Doh, Do-Do-Doh“ und „Girls hit your hallelujah (whoo)“. Spaß gehabt. Mission erfüllt.
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