"Harold und Maude"-Star Bud Cort ist tot
Der durch den Kultfilm "Harold und Maude" bekanntgewordene US-Schauspieler Bud Cort ist tot. Cort starb am Mittwoch in Norwalk im US-Bundesstaat Connecticut, wie die TV-Produzentin und gute Bekannte des Schauspielers, Dorian Hannaway, der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Ihren Angaben zufolge war Cort seit einiger Zeit krank. Medienberichten zufolge wurde er 77 Jahre alt.
Cort wurde laut dem Branchenmagazin Variety als Walter Edward Cox in Rye, New York geboren. Seinen Namen änderte er demnach, um Verwechslungen mit dem Schauspieler Wally Cox zu vermeiden. Nach dem Umzug nach Los Angeles wurde Cort vom Regisseur Robert Altman gecastet, in dessen Comedy-Serie "MASH" er eine Nebenrolle spielte, wie es weiter hieß. In "Nur Fliegen ist schöner" übernahm er 1970 unter Altmans Regie erstmals eine Hauptrolle.
1971 spielte Cort in der schwarzen Komödie "Harold und Maude" den jungen Mann Harold, der vom Tod besessen ist und sich mit der 79-jährigen Holocaustüberlebenden Maude (Ruth Gordon) anfreundet und von ihr lernt, wie man lebt. Bei den Golden Globes wurde er dafür als bester Hauptdarsteller nominiert. An den Kinokassen floppte der Film, entwickelte sich im Laufe der 1970er-Jahre aber dennoch zum Kultklassiker - gerade unter Studentinnen und Studenten in der damaligen Post-Hippie-Ära sei die Geschichte gut angekommen, berichtete die New York Times.
Den großen Durchbruch verpasst
Trotz der Jahrzehnte anhaltenden Beliebtheit von "Harold und Maude" verpasste Cort den großen Durchbruch. 1979 wurde er bei einem Autounfall schwer verletzt, was sich laut Variety auch auf seine Karriere auswirkte. Vor der Kamera übernahm er vor allem Nebenrollen. In "Heat" (1995) war er neben Al Pacino und Robert De Niro zu sehen, in Wes Andersons "Die Tiefseetaucher" (2004) spielte er an der Seite von Bill Murray, Owen Wilson und Cate Blanchett einen Versicherungsvertreter.
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