Erlebnis Österreich: "Peter Rosegger - Vom Waldbauernbub zum Bestsellerautor", Peter Rosegger, geboren 1843, als ältestes von sieben Kindern; Aufgewachsen auf einem Bergbauernhof am Alpl, in der Steiermark. Wie gelang es dem Waldbauernbub Rosegger in den literarischen Olymp deutschsprachiger Autoren aufzusteigen? Der Film erzählt vom Leben und Werk des steirischen Bestsellerautors Peter Rosegger, der seine Erfahrungen und Erlebnisse aus seinen Kinder- und Jugendjahren, wie auch seine Weltanschauung literarisch verarbeitete und bei all seinem Erfolg eines nie vergaß: Seine Heimat - der er den Namen "Waldheimat" gab. Der Film "Peter Rosegger - Vom Waldbauernbub zum Bestsellerautor" wandelt auf den Spuren dieses großen, steirischen Schriftstellers und stellt 2013 die wesentliche Frage: Was blieb von Peter Rosegger?Im Bild: Peter Rosegger. SENDUNG: 3sat - MI - 26.06.2013 - 12:25 UHR. - Veroeffentlichung fuer Pressezwecke honorarfrei ausschliesslich im Zusammenhang mit oben genannter Sendung oder Veranstaltung des ORF bei Urhebernennung. Foto: ORF/Steiermärkisches Landesarchiv. Anderweitige Verwendung honorarpflichtig und nur nach schriftlicher Genehmigung der ORF-Fotoredaktion. Copyright: ORF, Wuerzburggasse 30, A-1136 Wien, Tel. +43-(0)1-87878-13606

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Rosegger-Schau
08/01/2013

Ein Kontrapunkt zum Blick auf den "Waldbauern"

Das GrazMuseum zeigt eine Ausstellung zum 170. Geburtstag von Peter Rosegger.

Vor 170 Jahren wurde „Waldbauernbub“ Peter Rosegger am Alpl bei Krieglach geboren. Quasi als Kontrapunkt zu jubiläumsspezifischen öffentlichen Huldigungen lenkt das „GrazMuseum“ in einer kleinen Schau den Blick auf Roseggers Leben in Graz, wo der „Heimatdichter“ den Großteil seines Lebens zubrachte – und auf die Stammtischrunde „Krug zum Grünen Kranze“, wo auch Antisemitismus und Antifeminismus hochgehalten wurden.

Keine Lesebrille

„Kleinoschegs Altdeutsche Weinstube ,Im Krug zum grünen Kranze‘“ in der Grazer Herrengasse war ab 1881 Treffpunkt einer Gruppe von Grazer Künstlern, Journalisten, Wissenschaftlern, Anwälten, Architekten. Die Debatten geben einen guten Einblick in das Gedankengut des ausgehenden 19. Jahrhunderts; und damit zugleich ein indirektes Bild der Stadt zur Jahrhundertwende. „Graz hat sich als die deutscheste Stadt der Monarchie verstanden“, schilderte Otto Hochreiter, der Direktor des Grazer Stadtmuseums. Rosegger galt als „Nukleus des Stammtisches“.

Eine „meist deutsch-national, vielfach antisemitisch und überwiegend kulturkonservative Männertischgesellschaft, deren Mitglieder wichtige Positionen im Kulturleben besetzten“, sei dieses Netzwerk im „Grünen Kranze“ gewesen.

Die Gestaltung der von der Germanistin Hildegard Kernmayer und der Schriftstellerin Olga Flor kuratierten Einraum-Ausstellung lässt keine nostalgischen Gefühle aufkommen: Keine Lesebrille, kein Spazierstock, ja nicht einmal eine Schreibfeder des Dichters werden vorgeführt. „Wir wollten nicht, dass sich die Relikte aus seinem Alltag vor den Inhalt seines Werkes drängen, denn nur das ist es, was uns heute noch interessieren sollte“, so Hochreiter.

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