Tanzfestival Szene Bunte Wähne, honorarfrei

© Duda Paiva

Festival
02/22/2013

Getanzte Sehnsüchte

Ab Freitag dreht sich in Wien alles um den modernen Tanz. Die neue Intendantin von "szene bunte wähne" im Interview.

Wovon träumen Kinder und Jugendliche? Wie würde eine Stadt ihrer Träume eigentlich aussehen und wovon träumt man, wenn man älter wird? Mit diesen Fragen befasst sich die 16. Ausgabe des „Szene Bunte Wähne Tanzfestivals“, das ab Freitag mit einer neuen Intendantin durchstartet.

Die 36-jährige in Deutschland geborene Yvonne Birghan-van Kruyssen möchte dem zeitgenössischen Tanz seinen „Schrecken“ nehmen und mit Gerüchten, er sei zu kompliziert und abstrakt, endgültig aufräumen. Dafür haben sie und ihr Team sich auf die Suche nach Choreografen gemacht, die den modernen Tanz weltweit inspirieren.

16 Produktionen aus Australien, Deutschland, Belgien, Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz und Südafrika sind so für ein Publikum ab 3,5 Jahren entstanden.

Kinder geben sofort Feedback

„Kinder sind ein sehr dankbares Publikum. Sie geben dir sofort ein Feedback. Man weiß so genau, was funktioniert und was nicht. Kinder sehen außerdem viel, was Erwachsene gar nicht wahrnehmen“, sagt Birghan-van Kruyssen.

Eine Produktion, die ihr besonders am Herzen liegt, ist „König/King“ von dem Holländer Duda Paiva (am 24.2.,18h, & am 25.2., 10h, im WUK, ab 9 Jahren). Paiva, der sonst nur für ein erwachsenes Publikum choreografiert, arbeitet mit Puppen aus Schaumstoff, die er selbst auch anfertigt. In der eindrucksvollen Performance wird der griechische Mythos des Königs Erysichthon, der durch das Fällen von Bäumen im Hain von Demeter – der Göttin des Wachstums und der Fruchtbarkeit – deren Zorn auf sich zieht, thematisiert. Zur Strafe belegt sie ihn mit einem Fluch: Er wird für immer an einem unstillbaren Hunger leiden. So muss er alles in seiner Reichweite erbarmungslos verschlingen. „Man hat wirklich das Gefühl, dass die Puppe die Tänzer komplett auffrisst. Da lebt man voll mit“, erklärt Birghan-van Kruyssen lachend dazu.

Auch sechs Wiener Produktionen sind im Rahmen des neuntägigen Festivals zu sehen. „Boys Don’t Cry“ etwa beweist, dass Tanzen mitnichten Mädchenkram ist. Acht junge Männer zwischen 12 und 32 Jahren hinterfragen dabei stereotype Geschlechterzuweisungen und suchen nach einem Platz in der Gesellschaft (am 23.2., 19.30h, ab 9 Jahre). Für die ganz Kleinen bietet sich hingegen das interaktive Stück „1-2tjes“ an (z.B. am 28.2., 10.30 & 16.30h, ab 4).

Auch ein dreitägiges Symposium sowie Workshops und Seminare für Kinder, Jugendliche und Pädagogen werden angeboten. Bespielt werden neben dem Theaterhaus Dschungel Wien auch das Tanzquartier, das brut im Künstlerhaus und das WUK.

Info: Szene Bunte Wähne Tanzfestival, von 22.2. bis 2.3., Details zum Programm unter: www.sbw.at

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