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Literatur
08/20/2019

Fünf Österreicherinnen auf Longlist zum Deutschen Buchpreis

Raphaela Edelbauer, Andrea Grill, Angela Lehner, Eva Schmidt und Marlene Streeruwitz sind nominiert, am 14. Oktober wird gekürt

von Michael Huber

Gleich fünf Österreicherinnen haben es auf die Longlist für den Deutschen Buchpreis 2019 geschafft: Raphaela Edelbauer mit „Das flüssige Land“, Andrea Grill mit „Cherubino“, Angela Lehner mit „Vater unser“, Eva Schmidt mit „Die untalentierte Lügnerin“ sowie Marlene Streeruwitz (bild oben) mit „Flammenwand.“

Auch der 1992 in New Delhi geborene und in Wien lebende Autor Tonio Schachinger ist mit seinem Debütroman „Nicht wie ihr“ nominiert. Die 20 Titel umfassende Liste wird am 17. September auf eine sechs Titel umfassende Shortlist verkürzt. Der Sieger wird am 14. Oktober, am Vorabend der Eröffnung der Buchmesse, in Frankfurt gekürt.

In der siebenköpfigen Jury, die den deutschsprachigen „Roman des Jahres“ wählt, befinden sich heuer mit der Wiener Buchhändlerin Petra Hartlieb und der Literaturkritikerin Daniela Strigl auch zwei Österreicherinnen. Der Preis ist mit insgesamt 37.500 Euro dotiert: Der Sieger erhält 25.000 Euro, die übrigen Autoren der Shortlist jeweils 2.500 Euro. 2018 wurde Inger-Maria Mahlkes Roman „Archipel“ mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. Im Jahr davor erhielt der österreichische Schriftsteller Robert Menasse für seinen Roman „Die Hauptstadt“ die Auszeichnung.
 

Verleihung der Carl-Zuckmayer-Medaille

Die 20 Longlist-Nominierten im Überblick

Nora Bossong: Schutzzone (Suhrkamp, September 2019)
Jan Peter Bremer: Der junge Doktorand (Berlin Verlag, September 2019)
Raphaela Edelbauer: Das flüssige Land (Klett-Cotta, August 2019)
Andrea Grill: Cherubino (Paul Zsolnay, Juli 2019)
Karen Köhler: Miroloi (Carl Hanser, August 2019)
Miku Sophie Kühmel: Kintsugi (S. Fischer, August 2019)
Angela Lehner: Vater unser (Hanser Berlin, Februar 2019)
Emanuel Maeß: Gelenke des Lichts (Wallstein, Februar 2019)
Alexander Osang: Die Leben der Elena Silber (S. Fischer, August 2019)
Katerina Poladjan: Hier sind Löwen (S. Fischer, Juni 2019)
Lola Randl: Der Große Garten (Matthes & Seitz Berlin, März 2019)
Tonio Schachinger: Nicht wie ihr (Kremayr & Scheriau, September 2019)
Norbert Scheuer: Winterbienen (C.H.Beck, Juli 2019)
Eva Schmidt: Die untalentierte Lügnerin (Jung und Jung, März 2019)
Saša Stanišić: Herkunft (Luchterhand, März 2019)
Marlene Streeruwitz: Flammenwand (S. Fischer, Mai 2019)
Jackie Thomae: Brüder (Hanser Berlin, August 2019)
Ulrich Woelk: Der Sommer meiner Mutter (C.H.Beck, Januar 2019)
Norbert Zähringer: Wo wir waren (Rowohlt, März 2019)
Tom Zürcher: Mobbing Dick (Salis, März 2019)