Royal Corgi, Schoßhündchen der Queen

© Constantin

Kultur
05/02/2019

Filmkritik zu "Royal Corgi": Schoßhündchen wird Straßenköter

Witzige Animation über ein wildes Schoßhündchen, das bei der britischen Queen in Ungnade fällt.

Wer das Herz der Queen erobert, der hat ausgesorgt. Ein royaler Menüplan gehört zum Alltag des vierbeinigen Protagonisten, eines Schoßhündchens mit dem königlichen Namen „Rex“. Zur Verfügung steht ein eigener Butler, der sich um dessen so gar nicht royal riechenden Hinterlassenschaften kümmert. Rex ist ein Corgi, an dem die Queen einen (Hof-)Narren gefressen hat. Er bekommt all die Streicheleinheiten, die sie dem Prinzgemahl vorenthält. Die (Bett-)Szenen einer Ehe zwischen Elisabeth und Philip, der neben der Gemahlin liegend das Buch „How to Kill My Dog“ liest, sorgen für ebenso vor- wie hintergründige Unterhaltung. Und wenn der US-Präsident zum Staatsbesuch kommt, ist der Corgi als Ehrengast zugelassen – und sorgt für einen Eklat, der ihn bei der Queen in Ungnade bringt. Das kurzbeinige Fellbündel landet auf der Straße – und vorübergehend im Hundezwinger.

Nach diesem ernüchternden Abenteuer will Rex wieder zurück in den Adelsstand – samt Palast statt Hundehütte. Dafür muss er aber kämpfen. In der Folge kann man als Zuschauer miterleben, wie aus dem forschenden Schoßhündchen ein forscher Köter wird. Einer, der sich in einem „Fight Club“ für Hunde die Strategie aneignet, im Notfall auch Hundefänger zu schlagen. Wenn man bereit ist, auch einige der müderen Gags durchzusitzen, dann macht der originell gestaltete Animationsfilm einen Spaß, der nicht nur auf ein kindliches Publikum zielt.

Text: Gabriele Flossmann

INFO: BEL 2019. 85 Min. Von Vincent Kesteloot und Ben Stassen.