Im Februar 2012 hatten Steuerfahndung und Staatsanwaltschaft 1.280 Kunstwerke in Gurlitts Münchner Wohnung beschlagnahmt.

© APA/EPA/SVEN HOPPE

Raubkunst
11/07/2014

Fall Gurlitt: Taskforce braucht länger als geplant

Klärung der Herkunft wird sich ins Jahr 2015 hineinziehen.

Mögliche Erben von NS-Raubkunst aus dem Besitz des verstorbenen Kunsthändlers Cornelius Gurlitt müssen sich in Geduld üben. Eigentlich hätte eine eigens eingesetzte Taskforce die Herkunft der Bilder bis Jahresende klären sollen. "Nach dem derzeitigen Stand der Arbeit werden sich die Recherchen noch bis ins Jahr 2015 hineinziehen", teilte das bayerische Kunstministerium am Donnerstag mit.

Zumindest soll noch in diesem Jahr eine Liste der Werke vorliegen, bei denen es sich zweifelsfrei nicht um Raubkunst handelt, so die Antwort des Kunstministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der Landtags-Grünen. Der Grünen-Abgeordnete Sepp Dürr kritisierte die Verzögerung am Donnerstag: "Erwiesene Ansprüche werden nicht befriedigt, Erbenanfragen unbeantwortet gelassen, angebliche Gründlichkeit muss als Vorwand für eine offensichtlich halbherzige Recherchearbeit herhalten."

Im Februar 2012 hatten Steuerfahndung und Staatsanwaltschaft 1.280 Kunstwerke in Gurlitts Münchner Wohnung beschlagnahmt. Bei Gurlitts Beerdigung im Mai 2014 hatte sein Betreuer erklärt, acht Bilder stünden unter Raubkunst-Verdacht. Die Taskforce hatte einen Verdacht bei 458 Werken nicht ausgeschlossen.

Gurlitt hat seine Bilder dem Kunstmuseum Bern vermacht. Das Museum will am 26. November entscheiden, ob es das Erbe annimmt.

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